- Project Runeberg -  Abenteuer in Tibet /
227

(1904) [MARC] Author: Sven Hedin - Tema: Exploration
Table of Contents / Innehåll | << Previous | Next >>
  Project Runeberg | Catalog | Recent Changes | Donate | Comments? |   

Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 18. Wasser! Wasser!

scanned image

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Below is the raw OCR text from the above scanned image. Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan. Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!

This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.

Wasser! Wajler! 9397
der Wüste Taklasnafan; ‚aber damals wußte ich wenigjtens, daß ich,
wenn ich nach Osten eilte, früher oder jpäter am Chotan-darja anlangen
mußte; dort handelte es fich also um eine Linie; hier aber um einen
einzigen Kleinen Punkt, die Daje Altimtjch-bulaf, wenn uns nicht das
Glück hold war und uns nach einer der öjtlicheren Quellen hinführte.
Vielleicht findet der Leser, dab es Tollfühnheit und Wahnfinn
von mir war, auf diese Weise meine ganze foftjpielige Karawane und
meine jchon gewonnenen Nejultate aufs Spiel zu setzen. Ia, jo haben
gewiß alle bisherigen Ajienforjcher gedacht, die es jorgfältig vermieden
haben, fich in diejen Teil des Kontinents hineinzumwagen; im Dften
und Weiten meiner Route war eine Feine Zahl anderer Reijender
borgedrungen, aber gerade hier im Herzen der Einöden des Kurruf-
tag, der „‚trodenen Berge‘, war bisher noch feiner gewejen. After:
weisheit umd taftloje Kritik haben sich auch gelegentlich herabgelafjen,
mic in meinen Bflichten als Leiter reiner Expedition zu unterweisen.
Ste haben mich darüber aufgeklärt, daß ich nicht berechtigt war, das
Leben memer Leute und Der, Karawanentiere an derartige Unterneh-
mungen zu wagen. Sie haben vielleicht recht. Doch wollte man stets
den vorfichtigen Natichlägen dieser Alltagsweisheit folgen, jo würde
man jchließlich ein Idiot werden und ficherlih nie große Ziele er-
reihen. Man joll blind auf Gott vertrauen, aber jonjt auf niemand
weiter als auf fich jelbit. Und glaubt man unerjchütterlich an jein
eigene3 Glück, jo wird man jchließli immer mit allem fertig. Die
Beteiligten werden von dem ung jelbit bejeligenden Vertrauen ummider-
jtehlich gefejfelt und durch ein ebenjo blindes Vertrauen erfüllt. Hat
man bei einem Wagejtüde Unglüd, jo wird man als törichter Menjd)
angefehen; nur der Erfolg Frönt ein an und für sich wahnwißiges
Unternehmen. Zeigt euch nie furchtsam, denn dann verliert ihr das
Vertrauen der anderen; bleibt nur ruhig und Falt, auch wenn ihr auf
der Wüftenwanderung vor Erjchöpfung zufammenbrecht. Gern will
ic) zugeben, daß es vielleicht ein ;sehler oder eine Schwäche von mir
ift, mich gerade von den gefährlichiten Unternehmungen am meiften
reizen zu laffen. Nun wohl, ich bin jtolz auf diefe Schwäche! Warum
15*

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Project Runeberg, Thu Jan 11 14:43:53 2024 (aronsson) (download) << Previous Next >>
https://runeberg.org/abetibet/0260.html

Valid HTML 4.0! All our files are DRM-free