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Dreiundzwanzigjtes Kapitel.
Die ersten Tibeter.
Am 8. Juli durchquerten wir eine fehr hügelige Gegend, die
fehr reich an Yafen und Kulanen war. Aber obgleich wir nicht mehr
als 14 Kilometer zurüclegten, konnten nur 27 Kamele das Lager
Nr. 33, das in 5041 Meter Höhe lag, erreichen. “Drei fehlten,
unter ihnen der Veteran von 1896; am Tage darauf famen er und
einer der Kameraden noch ins Lager, aber das dritte Kamel lag tot
auf feinem Posten. So fonnte es micht länger weiter gehen, eine Ver—
änderung in der Marjchordnung mußte vorgenommen werden. Elf
Kamele, von denen fünf in der legten Zeit feine Lajten getragen hatten,
und jechs Pferde wurden hier ausgejchoffen. Mit dem bejjeren Teile
der Karawane wollte ih in längeren QTagemärjchen nad) Süden vor-
rücken. Die Nachhut bildeten Rofi Mollah, Mollah Schah, Kutschuk,
Chodai Kullu, Almas mit Tjchernoff als Chef. Sie durften Mal-
tschik, Hamra, Kalmak und Kara-Itt, vier von unjeren Hunden, nebjt
der Hälfte des Dubends noch vorhandener Schafe behalten. Tscher—
noff Hatte Befehl, die Tiere Hier einige Tage ruhen zu lassen und
nachher in langjamen, kurzen Märjchen unjerer Spur zu folgen, Die
wohl nicht jo bald verlöjchen würde. Da, wo die Beichaffenheit des
Bodens eine folche Möglichkeit vermuten ließ, wollten wir der Sicher-
heit halber Steinpyramiden errichten. Acht Kamellasten, beinahe aus—
ichließlich Vroviant, wurden ebenfalls zurüdgelaijen und jollten gerecht
auf die elf Kamele verteilt werden. Ganz recht war es wohl nicht,
Hedin, Tibet. 19
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