Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 26. In Gefangenschaft der Tibeter
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In Gefangenichaft der Tibeter. 531
Der Lama Hatte erzählt, daß die europäische Karawane neum
Tagereifen von bier Halt gemacht habe, daß wir drei aber Erlaubnis
erhalten hätten, Lhasa zu bejuchen, während die Tiere weideten. Uber
die Zusammensetzung der Karawane hatte er genaue Auskunft erteilt,
da e8 auf ihn den Eimdrud gemacht, als hätten die Tibeter fie schon
ausspionieren lassen.
Der Bescheid des Häuptlings lautete: „Ihr bleibt morgen noch
hier. Ich komme dann in euer Zelt, und wir werden weiter mitein—
ander reden. Ich werde einen mongolischen Dolmetscher besorgen, der
mit den beiden an—
deren reden kann.“
In dieser Nacht
hielten wir noch
lange Rat. Daß
uns der Weg nach
Lhasa nun versperrt
war, war ziemlich
klar, aber würde
man ung unbehel—
ligt aus dem Lande
ziehen lassen? Und E
w oher hatten sie den Zwei tibetische Hirtentnaben.
Ausdruck „Schwed-peling“? Wahrscheinlich von der tangutischen Pil—
gerkarawane, die uns im vorigen Herbst in Tscharchlik gesehen hatte.
Was würde uns der nächste Tag wohl bringen? Ja, dann würden
wir wohl unser Urteil hören und uns einem Verhöre und einer Unter—
suchung, die ums wahrjcheinlich teuer zu stehen kommen würde, unter—
werfen müssen. Noch einmal gingen wir umjere Rollen durch. est,
wenn je, waren wir mitten im Abenteuer drin; Klugheit und uner—
schütterliche Ruhe konnten uns jet vielleicht allein noch das Leben
retten. Ich jeufzte erleichtert auf in dem Bewußtjein, daB wir uns
am nächjten Morgen ausjchlafen durften und daß unjere unfichere Lage
sich jebt entjcheiden wiirde.
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