- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen / Årgång XII. 1925 /
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(1914-1935)
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DIE HOFBIBLIOTHEK JULIUS ECHTERS 11

lieh um Bücher der Hofbibliothek Julius Echters und es bleibt das
unbestrittene Verdienst Wittmanns erstmals einen grossen Teil dieser Bücherei
verzeichnet und uns einen Einblick in ihre Zusammensetzung gegeben zu
haben. Wittmanns Katalog umfasst 509 Nummern mit 587 Bänden und führt
mit den Beibänden 748 Werke auf, von denen 253 zur theologischen, 157
zur juristischen, 134 zur medizinischen, 84 zur historischen Literatur gehören,
während der Rest sich auf verschiedene Gebiete verteilt. Aus den Jahren
1500—1550 stammen 108 Werke, aus den Jahren 1551—1591 dagegen 608,
22 sind undatiert, keines ist nach 1591 erschienen. Nur 3 Inkunabeln
kommen dazu, von denen Nr. 192 schon erwähnt wurde. Ein Juliusband mit
dem Aufdruck 1583 enthält 2 weitere: Hugo Senensis: Super 1. et 2. Fen
primi Canonis Avicennae. Venetiis, Bonetus Locatellus 1498. 2° (Hain 9017)
und Johannes Mathaeus de Gradibus: Expositiones super vicesimam seeundam
Fen tertii Canonis Avicennae. Milano, Jacobus de San Nazzaro 1494. 2°
(Hain 7840).1

Inzwischen haben schwedische Forscher viel neues Material
zusammengetragen und unsere Kenntnis von den Schicksalen der Hofbibliothek nach
der Beschlagnahme durch Gustav Adolf wie von ihren Beständen wesentlich
bereichert. Zu nennen sind hier Isak Collijns Aufsatz »Ett bidrag till det
s. k. Wurzburgbibliotekets historia»,2 der Aktenstücke aus dem Würzburger
Staatsarchiv veröffentlichte und mit historischem Kommentar versah, dann
O. Waldes zweibändiges Werk »Storhetstidens litterära krigsbyten. En
kulturhistorisk-bibliografisk studie» (Uppsala & Stockholm 1916—20), eine
bibliothekgeschichtliche Arbeit von grossem Ausmasse, die auf Grund
mühevollster und scharfsinniger Untersuchungen eine zusammenfassende
Darstellung vom Umfang und Inhalt der literarischen Kriegsbeute der Schweden
während der zahlreichen Feldzüge ihrer Grossmachtzeit entwirft und deren
erster, für Wurzburg zunächst in betracht kommender Band in dieser
Zeitschrift, Jahrg. 3, 1916, S. 294—320 von Collijn eine ausführliche Besprechung
und Ergänzung in einigen Stücken gefunden hat.3

In der Einleitung zu seiner Aktenpublikation macht I. Collijn darauf
aufmerksam, dass die Würzburger Hofbibliothek erst nach einigen Jahren
und in bedeutend vermindertem Zustand an ihrem Bestimmungsorte eintraf,

1 Collijn, a. a. O., S. 176, No 740, S. 253, No 1019. Collijn weisst ausserdem noch
eine bei Wittmann fehlende Inkunabel aus dem Seminarium Sancti Kiliani nach. (S. 3, No
13): Aeneas Sylvius: Epistolae familiäres. Köln, J. Koelhoff, 1478. 2° (Hain 150).

2 Kyrkohist. Ärsskr., 13 (1912), S. 180—185.

s Den 2. Band, der S. 465—468 im Kapitel »Samlingarnes decimering» Wurzburg
betrifft, besprach I. Collijn ebenda, Jahrg. 8 (1921), S. 44—57.

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