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10 OTTO HANDWERKER
Friedens ein Recht auf Rückgabe des Verlorenen feststellen zu können. Die
Verhandlungen, die von 1823 bis 1827, dann wieder von 1842 bis 1847
andauerten, haben eine ausführliche Darstellung gefunden in der Abhandlung
des damaligen Universitäts-Sekretärs Seufferth: »Die Reklamation der im
dreissigj ährigen Kriege nach Schweden entführten Bücher und anderer
Literalien der Julius-Maximilians-Universität Wurzburg aktenmässig dargestellt.»1
Ein Erfolg war ihnen nicht beschieden. Es wurde lediglich festgestellt, dass
gar keine alten Manuskripte und bayerische Original-Akten in den
Bibliotheken Schwedens vorhanden seien und dass sich in der
Universitäts-Bibliothek Uppsala mehrere Hundert Bücher befänden »sämtlich wohl konditionirt
und vornen auf dem Schilde[!] mit Titel versehen, nebst den Worten: Julius
Episcopus Wirceburgensis et Franconiae orientalis dux in goldenen
Buchstaben und die meisten überdiess auf dem Deckel mit dem fürstbischöflichen
Wappen in Farben geziert. Alles scheint anzuzeigen, dass die Bibliothek
stattlich gewesen seyn muss; wo aber die Manuscripte hingekommen, oder
ob auch nur solche sich darin befunden, darüber habe ich nichts in
Erfahrung bringen können.»2
Als Ergebnis einer Forschungsreise nach Schweden im Sommer 1890,
auf der er die Archive und Bibliotheken zu Malmö, Lund, Linköping,
Stockholm, Uppsala und Skokloster gründlich kennen lernte und über die
Sammlungen zu Västerås, Strängnäs, Växjö und Skara zuverlässige Nachrichten
einzog, veröffentlichte der Münchener Archivar Pius Wittmann 1891 einen
Katalog unter dem Titel: »Würzburger Bücher in der k. schwedischen
Universitätsbibliothek zu Upsala.»3 In der kurzen Vorrede glaubte er in diesen
Beständen den grössten Teil der ehemaligen Würzburger
Universitätsbibliothek gefunden zu haben und gab damit den Auftakt zu einer lebhaften
literarischen Fehde, da diese Behauptung von Würzburger Seite heftig
bestritten wurde.4 In ihrem Verlaufe musste Wittmann selbst zugeben, dass
fast alle Bände »eingepresst das Wappen und die Anfangsbuchstaben des
F. B. Julius» haben. In der Tat handelt es sich mit einer Ausnahme: Nr.
192. Eusebius Pamphilus: Chronicon. Venetiis, Erh. Ratdolt 1483. 4° (Hain
6717),5 die der Bibliotheca Academica Herbipolensis entstammt, ausschliess-
1 Archiv des hist. Ver. v. Unterfranken u. Aschaffenburg, 10 (1850), H. 2 u. 3, S. 206—263.
2 Aus einem Briefe des apostolischen Vikars, Herrn von Studach, vom Jahre 1842,
abgedruckt bei Seufferth, a. a. O., S. 250.
3 Archiv des historischen Vereins von Unterfranken u. Aschaffenburg, Bd 34, S.
111-161.
4 Siehe das Nähere in meiner Geschichte der Würzburger U. JB., S. 32 f.
6 I. Collijn, Katalog der Inkunabeln der Kgl. Universitäts-Bibl. zu Uppsala (1907),
S. 128, Nr. 537.
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