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PAUL LEHMANN
verteilter Schrift saec. XIII mit vielen kleinen geschmackvollen Initialen und
einer grösseren F-Initiale (fol- 3r Hieronymus am Schreibtisch) wohl eines
Pariser Ateliers, aus dem auch die Bibelhandschrift Stockholm A. 168 her-
vorgegangen zu sein scheint, die lateinische Bibel des Alten und Neuen Testa-
ments nebst der Interpretatio nominum Hebraicorum am Schluss. Die Basler
Bibliotheksheimat ergibt sich aus fol. 397v, wo nach der alten Basler Signatur
A 13 saec. XV steht: Hec biblia est conventus Basiliensis et ad usum in-
certum concessa fratri Bartholomeo Zem Wind, cui in registro librorvm eius-
dem conventus est registrata anno 1487, und aus der Notiz saec. XIV/XV
auf fol. 398r Liber iste est fratrum ordinis predicatorum de conventu Basi-
liensi. Uber Bartholomaeus Zem Wind hat mich der vorziigliche Kenner der
Dominikanergeschichtsquellen Jakob Gabler (Luzern—Munchen) unter-
richtet. Bartholomaeus ist 1451 in der Orden eingetreten und hat z. B. einen
Teil der Handschrift Basel E. III. 17 geschrieben, wo es fol. 91 heisst: Ex-
plicit tractatas veneräbilis mag. Humberti o. ff. predicatorum, quondam gene-
ralis eiusdem ordinis, de predicacione s. crucis contra Turcas, scriptus per
manus fr. Johannis Bartholomei dicti Zem Wind 1480 tercio Kal. Mardi.1
Nach Schweden ist das Manuskript durch den Historiker J. H. Boecler (1610
—1672) gekommen, der von 1631 — 1648, 1652—1672 Professor zu Strass-
burg i. E., 1648—1650 zu Uppsala gewesen ist.2 Boecler hatte ihn laut fol.
3V in Strassburg von einem Freunde geschenkt erhalten.
ERFURT. Auch Erfurter Handschriften, die meinen Nachforschungen
bisher entgangen wåren, sind nach Schweden gewandert, abgesehen von dem
Codex C. 415d der Univ.-Bibl. Uppsala, den ich schön fruher3 notiert hatte,
durch den Sammeleifer von G. Stephens (1813—1895), der die Bände beim
Antiquar H. Schmidt in Halle a. S. erworben hatte und dann teils der Kgl.
Bibliothek Stockholm iiberliess, teils fur sich behielt, bis sie wohl nach seinem
Tode nach Växjö kärnen.4
Aus dem Benediktinerkloster SS. Petri et Pauli, deren Bibliothek
Jos. Theele5 und ich6 zu rekonstuieren uns gemiiht haben, stammt:
Stockholm Kgl. Bibl. Ms. A. 198 (fol. lv ’Till Kongl. Bibliotheket in-
1 Vgl. Quellen und Forschungen zur Geschichte des Dominikanerordens in Deutsch-
land, XIX (1924), S. 124.
2 Vgl. K. BURSIAN, Geschichte der classischen Philologie in Deutschland (Munchen
—Leipzig 1883), S. 329 f.; F. X. Wegele in: Allgemeine Deutsche Biographie, II, S. 792 f.
3 Mittelalterliche Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz, II, S. 231.
4 /Uber Stephens vgl. Nordisk familjebok, XVIII, S. 455.
5 Zentralblatt fur Bibliothekswesen, Beiheft 48. Leipzig 1920.
R Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benedikiinerordens, XLIII (1925), S.
14-31, XLIV (1926), S. 89—91; Mitteilungen aus Handschriften, III (Munchen 1932), S. 44.
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