- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen / Årg. XXIV. 1937 /
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(1914-1935)
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PAL’L LEHMANN

Bibi.), London (Brit. Mus.), Paris (Bibi. Nat.), Wien (NationalbibL). Ein
Verzeichnis, das (S. 356) auch den Hieronymusband anführt, nahm
Antonius Sanderus in seine Bibliotheca Belgica manuscripta, I (Lille 1641),
S. 362—367 auf.1

5. Literarisches.

In den nordischen Bibliotheken unveröffentlichte lateinische Texte des
Mittelalters zu entdecken wird ganz selten gelingen, wenn man absieht von
einzelnen Schriften und Schriftensammlungen dänischer und
skandinavischer Autoren, die zudem meistens schon in irgend einer Weise die
Beachtung ihrer neuzeitlichen Landsleute gefunden haben. Untersuchung
verdient Uppsala C 78 aus Vadstena, ein Manuskript saec. XIII/XIY von
135 Perg.-Bll. (12,8X17,1 cm), das ausser der Descriptio terrae sanctac
des Dominikaners Burchardus de Monte Sion (geb. zu Bårby im
Magdeburgischen), eines Sermo ’de nominibus pertinentibus ad virtutes et vicia
et ea tangentibus’, der Summa Johannis Andreae brevissima quarti libri
sententiarum und eines Traktates De patriarchis auf fol. 91v—120r einen
’Ortus spiritualis b. Bernhardi abbatis in ecclesiastico’, der von einem
deutschen Dominikaner aus Bernhard von Clairvaux ausgezogen ist,
enthält; denn am Schluss liest man ’Hoc opus conscripsit et ordinavit
frater Bertoldus de ordine fratrum predicatorum, quondam lector
Wim-pinensis, a. D. M°.CCC°I°. Anima eins requiescat in pace. Amen.’

Aus der Zeit um 1300 kannten wir bisher zwei deutsche
Dominikanerschriftsteller des Namens Berthold: jenen B., der 1304 Lesemeister in
Freiburg i. B. war, eine deutsche Bearbeitung der Summa confessorum und
ein deutsches Erbauungsbuch über Christi Leben und Leiden verfasste,
und B. von Moosburg, der die durch Wilhelm von Moerbeke in Lateinische
übersetzte Sxotysi’watç ü-eoåg^ivJ[ des Proklos kommentierte. Es fragt sich,
ob der Bertholdus des Upsaliensis ein dritter Autor oder etwa mit
Berthold von Freiburg identisch ist, der 1301 Lektor im Wimpfener Konvent
gewesen sein kann.

Um andere vor einem Irrtum zu bewahren, bemerke ich, dass
Stockholm N 7!) saec. XV nach dem Lat.-niederdeutschen Vokabular fol. 209v—
210r nicht »ein geistliches Gedicht in lateinischen Kurzversen enthält»,

1 Vgl. auch Paul Faider, Catalogue des manuscrits de la Bild. publ. de la ville de Mons,
Gent (Paris 1931), S. xvir ff. u. 643 auf.

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