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— 156 —
Eine Art neuere Volkslieder — für unsere
Schärenbewohner besonders charakteristisch — sind die Seemannslieder.
Dieselben werden sehr viel gesungen. Obwohl sie bis jetzt
von den Volksliederforschern ziemlich übersehen wurden, und
obwohl sie auch nicht zu der ältesten Volksdichtung gehören,
sind sie dennoch meiner Ansicht nach von hohem Wert.
Keine Dichtung hat so wie sie von dem Leben auf dem
Schiffe erzält. Der Seemann hat immer ein unbezwingliches
Sehnen hinaus auf das Meer. Er singt:
Zum Meere von dem stillen Ufer
Blick ich mit Sehnen hin,
Ich reise weit mit einem Schiffer,
Ich will nach fremden Ländern ziehn.
Ein freies frohes, Leben lebt er draussen auf dem weiten
Meere.
Sieh den kühnen flinken Schiffer,
Wie er auf den Mast sich schwingt,
Fürchtet nicht der See Gefahren,
Froh und hell sein Singen klingt.
Ein ausgeprägtes Pflichtbewusstsein ist ihm eigen. Er
weiss, dass „wie im Sturm so im Stillen gleich klopfen
muss des Seemanns Herz“ und er weiss, dass „sein Mut ihn
nicht in der Not verlassen darf“, sondern dass er stets „mit
ehrlichem Sinn und klaren Gedanken oben auf dem Mast
oder zwischen den Segeln arbeiten muss“. Seinen Lohn
wird er finden, wenn er einmal wieder an seinem Heimatsufer
ankern kann, dort, wo er seine Eltern und sein Mädel
Wiedersehen wird. Ich lasse hier einige solcher Seemannslieder
folgen.
9.
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Kom al–la mi-na brö-der, som ha-ven ett friskt mod, kom
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