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Nr. 16. 1670. 10. Juli.
i. Dass wir konig Christian jetztgenante unsere vielgeliebte
schwester, princesse Wilhelmina Ernestina, gedachter Ihrer Cbur
fiirstl. Durchl., unsers freundtlichen lieben vetters undt bruders
Ld. geliebten sohne, berrn Carl, cburprintzen undt pfaltzgraffen
Ld., zu Sr. Ld. ehelichen gemablin christublicber ordnung undt
gewobnbeit nacb geben, die auch derselbe cburprintz herr Carl,
pfaltzgraff bey Rhein, unsers freundtlichen lieben vettern undt
schwagern Ld., fiir seine undt Sie hinwiederumb ihn fur ihren
ehelichen gemabl baben, halten undt mit derselben auf gewisse
zeit, wie wir uns dariiber hiernechst weiters freundtlicb ver
gleichen werden — doch dass solche nicht iiber eines jabrs
frist, a dato dieses anzurechnen, ausgestellet werde — in unse
rer des pfaltzgraffen cburfiirsten residentz Heydelberg beylegen
undt Ihre beyde Ld. Ld. in lieb undt leid sicb dergestalt gegen
einander bezeigen sollen, wie es christlichen, gottesforchtigen
undt loblichen ehegatten ruhmblicb undt wohl anståndig, aucb
zuvorderst Gott undt beyderseits boben anverwandten zu ebren,
freuden undt wohlgefallen gereicben mag.
2. Undt damit solche friedtfertige eheliche einigkeit bey
vorkommenden unterscheidt in der religion unverenderlich be
stettiget werden moge, so wollen wir Carl Ludwig, pfaltzgraff
undt churfurst, princessin Wilbelminæ Ernestinæ Ld. in der
Augspurgiscben, sonst aber also genanten Lutherischen religion,
als welcher Ihre Ld. be3Tpflicbten, weder fur uns beeintrågtigen
oder aucb durcb woblgedacbten unsers sohns des cburprintzens
Ld. oder jemandt anders, wer es seye, thun lassen, sondern
Deroselben das exercitium in jetztbesagter religion frey undt
ungehindert zustehen, also undt dergestalt, dass Ihre der prin
cessin Ld. flir sicb undt die ihrigen so wohl in der Luthe
riscben kirchen unserer residentzstatt Heydelberg als aucb, da
die princessin leibes indisposition halber sicb dahin nicht er
heben konte nocb sonsten wolte, in dero gemacb durcb einen
der ordinari Lutherischen prediger jetzerwehnter unser statt —
deswegen ihme eine ergotzlichkeit von uns gereicht werden soll
— jedoch alleine vor der princessin Ld., dero bobe anverwandte
undt deren boffbediente mit predigen undt dem beyligen abent
mabl bedienen lassen mogen, welches dan ebenwenig Ibrer Ld.,
der princessin, verweigert wirdt, wan Dieselbe sicb etwa aus
serhalb der residentz an einem andern orthe unsers cburfiirsten
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