Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Das Recht des Kindes, seine Eltern zu wählen
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Rechte des Kindes in jeder Hinsicht be-
gonnen, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Und so wie Robert Owen es war, der in einem
Fall das allgemeine Rechtsbewusstsein zu Gunsten
der Kinder wachrief, durch seine 1815 begonnenen
Untersuchungen — die zeigten, dass Kinder unter
acht Jahren, von den Hieben der Lederpeitsche
angestachelt, 15 bis 16 Stunden arbeiteten, mit der
Folge, dass ein Viertel oder Fünftel von ihnen als
Krüppel endete — war es ein anderer Engländer,
Malthus, der durch seinen schon 1798 herausge-
gebenen Essay on tke Principle of Population
die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf die Ver-
hältnisse lenkte, die ihn veranlasst hatten, seine
Arbeit zu schreiben, nämlich den durch Ueber-
völkerung hervorgerufenen Mangel an Lebens-
mitteln und die hierdurch verursachte Schwierig-
keit, Ehen zu schliessen, was wieder seinerseits
teils grosse Kindersterblichkeit, teils Kindermord
zur Folge hatte. Schon Malthus sah die Bedeu-
tung der Auslese und die Gefahr der Degeneration
der Art ein. Und mit vollkommener Gewissens-
ruhe trotzte er dem Sturm, den er hervorrief. Per-
sönlich ein ebenso untadeliger, wie zartfühlender
Mensch , musste Malthus , wie alle anderen
Reformatoren der Sittlichkeitsbegriffe, unver-
schämte Beschuldigungen der Verderbtheit und
Unsittlichkeit über sich ergehen lassen. Das-
selbe widerfuhr Harriet Martineau, die für Mal-
thus’ Ansichten eintrat. Als sie ihre Novelle über
Ellen Key, Das Jahrli. d. Kindes. 2
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