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Man begreift diese unglückliche Reaktion
gegen das künstliche Dasein, in dem die Kinder
und die Jugend der Gegenwart aufwachsen, ein Da-
sein, das eine leidenschaftliche Sehnsucht nach
den Wirklichkeiten des Lebens hervorruft, nach
Selbstthätigkeit auf eigene Gefahr und eigene Ver-
antvv^ortung, anstatt wie jetzt beständig zu Hause
wie in der Schule der Gegenstand der Thätigkeit
anderer zu sein
Was den Kindern von heute vor allem notthut,
ist, wieder ernste häusliche Beschäftigungen zu be-
kommen. Aufgaben, die sie getreulich erfüllen
müssen, an „Werk- und Feiertagen" geordnete
Arbeitsgewohnheiten, und gar keine Beaufsichtig-
ung in jedem Falle, wo sie sich selbst helfen können.
Anstatt dass ein modernes Schulkind Mutter und
Dienstleute um sich hat, um zur Schule fertig zu
werden und nichts zu vergessen, sollte das Kind
Zeit haben, jeden Tag vor der Schule sein Zimmer
aufzuräumen und seine Kleider zu bürsten, und
es sollte keine Erinnerungen in Bezug auf die An-
gelegenheiten der Schule erhalten, sondern Heim
und Schule sollten im Einverständnis mit einander
konsequent das Kind seine Versäumnisse entgelten
lassen.
Jetzt sieht man umgekehrt die Mütter mit den
Kindern Lektionen lernen, ihnen Spiele erfinden,
ihnen Unterhaltungsbücher vorlesen, nach ihnen
aufräumen, das aufheben, was sie fallen lassen, das
fertig machen, wovon sie weglaufen — und auf
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