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— 196 —
durch die Aussenwelt erziehen zu wollen, aber zu
wenig durch Phantasie und Gefühl, das ist Rous-
seaus — und nach ihm Spencers — wesentlicher
Fehler. Zuerst die realistisch praktischen Fähig-
keiten ausbilden zu wollen, dann erst Gefühl und
Phantasie, wie beide anempfehlen, zeigt, dass sie
nicht tief genug in das Seelenleben des Kindes ge-
blickt haben. Noch gefährlicher für dieses wäre
eine so egoistische Isolierung vom Leben und sei-
nen Aufgaben, wie Rousseau sie für seinen Emile
durchführt. Aber während das Falsche in seinem
System eigentlich jener Teil ist, der ohnehin
nicht befolgt werden kann — die Isolierung von
gewissen Erfahrungen und die Vorbereitung ande-
rer — ist glücklicherweise das Wahre von der Art,
die befolgt werden kann und muss, wenn man end-
lich beginnen will, im Geist und in der Wahrheit zu
erziehen.
Ueber die grossen deutschen und schweizeri-
schen Pädagogen und Psychologen Comenius, Base-
dow, Pestalozzi, Salzmann, Fröbel, Herbart u. s w.
brauche ich mich für einen deutschen Leserkreis
nicht weiter auszusprechen. Ich will nur daran er-
innern, dass die grörsten Männer Deutschlands —
Lessing, Herder, Goethe, Kant u. a. — für die
natürliche Erziehung eingetreten sind. Was Eng-
land betrifft, ist es bekannt, dass John Locke
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