Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Heimatlosigkeit
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Von Zeit zu Zeit hört man immer wieder An-
klagen gegen die Gegenwart und ihre Verderbtheit
im Gegensatz zum sittlichen Ernst früherer Zeiten.
Diese Anklagen sind ebenso laut und ebenso grund-
los, wie die meisten derartigen Beschuldigungen,
die sich von Generation zu Generation wiederholen,
von der Zeit an, in der die Menschheit begann, be-
wusst anderen Zielen nachzustreben als der augen-
blickHchen Befriedigung des ungezügelten Triebes.
Man braucht sich nur an die Männer dieser
und die Greise der vorhergehenden Generation zu
wenden, um darüber belehrt zu werden, dass Un-
sitten in den Schulen nichts für unsere Zeit beson-
ders Charakteristisches sind. Liest man die histo-
rischen Schilderungen, z. B. des Lebens an den
Hochschulen in früheren Zeiten — wo die jüngeren
Studenten in demselben Alter standen wie heute
die Schulknaben der fünften und sechsten Klasse
— so wird man sich davon überzeugen, dass die
Ursache des Uebels nicht „die moderne Litteratur"
oder „der moderne Unglaube" ist.
Von der wirklichen unmittelbaren Ursache,
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