Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Heimatlosigkeit
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— 2o8 —
den in der Natur begründeten Leidenschaften, und
der Möglichkeit, diese durch die Erziehung zu be-
einflussen, beabsichtige ich hier nicht zu sprechen.
Diese Frage könnte nur von einem Menschen ge-
löst werden, der eine gründHche Kenntnis der Re-
sultate sowohl der physiologischen wie der psycho-
logischen Wissenschaften besässe und zugleich ein
pädagogisches Genie wäre, — ja, vielleicht würden
auf dem jetzigen Standpunkt der Wissenschaften
nicht einmal hinreichende Hilfsmittel für eine
solche Aufgabe zu Gebote stehen, selbst wenn es
jemanden gäbe, der das Originellste in Sokrates’,
Rousseaus und Spencers pädagogischen Systemen
beleben und weiter entwickeln könnte. Denn nichts
Geringeres wird von dem verlangt, der einen für
die Entwickelung wirklich bedeutungsvollen Ein-
satz auf diesem Gebiete machen können soll.
Meine Absicht ist nur, einige Andeutungen
über die sekundäre Ursache des Uebels zu geben,
der nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt wird,
wie sie verdient. Diese Ursache ist die in allen Ge-
sellschaftsklassen gesteigerte Heimatlosigkeit.
Denn bei seinen Eltern wohnen — wie es die
Schuljugend der Stadt ja im allgemeinen thut — ist
nicht dasselbe, wie in einem Heim leben.
Bei uns wie überall wird das Familienleben in
der arbeitenden Klasse durch die Aussenarbeit der
Mütter und in der Oberklasse durch eine unaufhör-
lich wachsende Menge öffentHcher Vergnügungen
und Obliegenheiten gestört.
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