Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - V. Die Seelenmorde in den Schulen
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gegen die bestehenden Missverhältnisse entstanden
ist. Und diese Empörung wird noch nicht ge-
nügend stark empfunden, besonders seitens der
Eltern. Die Kinder selbst fangen an, sie zu fühlen,
und wenn nicht früher, so hoffe ich, dass, wenn die
jetzige Generation der Schuljugend Väter, Mütter.
Lehrer geworden ist, eine Reform statthaben wird.
Man darf nicht erwarten, dass ein System ge-
ändert wird, bevor die, welche das System miss-
bilHgen, dies ernstlich genug thun, um die Opfer
auf sich zu nehmen, die nötig sind, um sich den
unheilvollen Folgen des Systems zu entziehen. So-
lange die Familien über die Viellernerei klagen,
aber beständig die Schule mit neuen Lehrgegen-
ständen belasten, auch solchen, die die Familie auf
sich nehmen könnte ; so lange die Familien über
Ueberanstrengung klagen, aber von der Wahlfrei-
heit in jenen Schulen, wo sie eingeführt ist, keinen
Gebrauch machen ; so lange die Eltern für die Ver-
wirklichung ihrer Grundsätze nichts aufs Spiel zu
setzen wagen — so lange kann man sich auch nicht
wundern, dass der Staat sich nicht auf irgendwelche
Reformen einlässt
Ein alter pädagogischer Denkspruch lautet:
„Man lernt für das Leben, nicht für die Schule." So
lange noch während eines grossen Teiles ihrer
Lebenszeit die Geschlechter von einander getrennt
werden, dadurch, dass die Knaben für sich stu-
dieren und die Mädchen für sich, ist das eine
schlechte Erziehung für das Leben, das dann ihrer
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