Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - VIII. Kinderarbeit und Kinderverbrechen
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— 357 —
einem Unglück bewahrt, von ihrem „Schutzengel’*
spricht. Wo ist dieser „Schutzengel" bei unzähli-
gen anderen Unglücksfällen, wenn z. B. Kinder
allein gelassen werden, weil die Mutter in die Ar-
beit muss, und sie zum Fenster hinaus oder ins
Feuer fallen; wenn sie in dunklen Kellerräumen
das Augenlicht verlieren ; wenn sie totgedrückt
werden, weil sie in den elenden Löchern das Bett
mit den Eltern teilen und z. B., wenn diese be-
rauscht sind, ihr Leben verlieren ; wo, w^enn Eltern
aus Religionsgrübeleien oder Lebensüberdruss ihre
Kinder morden, oder wenn die Kinder selbst, des
Leidens müde oder aus Furcht vor Misshandlung,
sich das Leben nehmen? Wo mit einem Worte
sind diese „Engel der Kinder" bei all den Gelegen-
heiten, wo man sie am meisten brauchen würde,
vor allem in den Gässchen der Grossstädte und in
den Zentren der Grossindustrie, wo der Mangel an
Sonnenlicht und reiner Luft sowie an allen anderen
elementaren Voraussetzungen für die Entvvickelung
von Körper und Seele die Lebenstauglichkeit der
Kinder schon vor der Geburt untergräbt?
Die Hand der Vorsehung in einer zufälligen
Rettung zu sehen, aber diese Vorsehung vom An-
teil an allen Naturereignissen, an allen Schrecken
der Gesellschaft freizusprechen, die jede Sekunde
die Erde mit Qualen erfüllen, das ist ein Ueber-
bleibsel eines Aberglaubens, das überwunden wer-
den muss, wenn der Mensch selbst von Verant-
wortlichkcitsgefühl gegenüber den Verhältnisse;^
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