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Die unerwachsenen Tiere.
An den jungen[1] Tieren, welche, wie oben erwähnt, in den Sommermonaten nicht
selten in grösserer Zahl zu erhalten sind, ist die Lage der Drüse schon bei äusserlicher
Betrachtung nicht schwer zu entdecken. Sie verrät sich nämlich, in ganz
übereinstimmender Weise bei beiden Geschlechtern, durch einen kleinen, inmitten des helleren
Haarkleides der Körperseite liegenden, dunkleren Haarbüschel, welcher sich übrigens von
seiner Umgebung weder durch Länge oder Dicke, noch durch abweichende Ordnung
der einzelnen Haare unterscheidet[2]. Am deutlichsten ist dieser Fleck an frischen Tieren
zu sehen; doch tritt er, wie aus der beistehenden Abbildung (Fig. 1) hervorgeht, auch
an sauber behandelten ausgestopften Bälgen sehr deutlich hervor; an Tieren, welche lange
Zeit hindurch in Alkohol aufbewahrt gewesen sind, ist er dagegen kaum zu entdecken.
 |
| Fig. 1. Junges Weibchen, ein wenig vergrössert. |
Streicht man an einem frischen Tiere mittelst einer Pinzette die Haare des Fleckes
ein wenig zur Seite, findet man hier, an der Oberfläche der Haut, eine Ansammlung
von kleinen, gelben, krümelartigen Körperchen, welche den basalen Teilen der Haare
angeklebt sind; sie bestehen aus eingetrocknetem Sekret und damit verklebten,
abgestossenen Epithelzellen.
[1] Da, soweit mir bekannt ist, genaue Angaben über Alters- und Grössenzunahme dieser Tiere
nicht vorliegen, und meine eigene Beobachtungen sich hauptsächlich auf die Sommermonate
beschränken, darf ich nur ganz vermutungsweise das Alter solcher Tiere auf einige Monate anschlagen,
indem ich sie also als die erstgeborenen Jungen desselben Jahres betrachte. Das wenig entwickelte
Haarkleid und das schon von älteren Verfassern angegebene schnelle Wachstum der Jungen scheint
mir mit dieser Annahme gut vereinbar. Gleichzeitig gebe ich doch gern zu, dass die unreifen Tiere,
welche mitunter im Frühling oder im Fruhsommer gefunden werden können, höchst wahrscheinlich
der letzten Generation des vorigen Jahres angehören mögen; die Fortpflanzung dieser Tiere erstreckt
sich ja bekanntlich bis tief in den Herbst hinein.
[2] Unter dem Mikroskop scheinen mir diese Haare von denen der Umgebung auch hinsichtlich
der Farbe kaum verschieden; sicher ist deshalb der dunklere Farbenton des Drüsenfeldes auf eine
Durchtränkung der Haare mit dem Drüsensekrete zurückzuführen.
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Project Runeberg, Sun Dec 10 11:30:26 2023
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