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wegen wie an kleinen Waldpfaden eine oft uberraschend grosse Menge toter Spitzmäuse[1],
welche nachts vom Fuchs gefangen, aber dann von ihm verschmåht sind. Diese eignen
sich sehr gut zur Untersuchung, wenn sie friihmorgens eingesammelt und sofort konser-
viert werden; in den Geweben ist oft nicht die geringste Spur einer nach dem Tode ein-
getretenen Verånderung zu entdecken. Leider erhålt man auf diese Weise durchgehends
nur Tiere, welche die Geschlechtsreife noch nicht erreicht haben ; unter bedeutend mehr
als hundert Exemplaren traf ich im letzten Sommer z. B. nur zwei erwachsene Tiere,
ein Månnchen und ein tråchtiges Weibchen.
Embryonen oder Nestjunge erhålt man nur ganz zufållig; fiir die tjberlassung einer
kleinen Reihe der letztgenannten bin ich deshalb dem hiesigen Zoologischen Museum
wie auch Herrn Magister R. Horring zu grossem Dank verpflichtet.
Bei der Fixierung des Materials kam gewohnlich eine Formol-Sublimat-Mischung
und auch die ZENKER’sche Fliissigkeit zur Verwendung; dagegen zeigte sich Flemming’s
Chrom-Osmium-Essigsåure wegen ihrer geringen Durchdringungsfåhigkeit nur fiir ganz
spezielle Zwecke brauchbar. Das Material wurde dann in Paraffin eingebettet und mit-
telst Mikrotom in Serien von verschiedener Schnittdicke zerlegt. Zur Fårbung diente
mir mit gutem Erfolg das HANSEN’sche Håmatoxylin in Verbindung mit einer Nach-
fårbung mittelst Orange oder Eosin; auch Hansen’s Eisentrioxyhåmatein ohne oder
mit nachfolgender Plasmafårbung ist sehr zu empfehlen. Das Material aus Flemming’s
Losung wurde dagegen mittelst Safranin gefårbt.
Die mikroskopische Untersuchung konnte ich mit den besten optischen Hiilfsmitteln
vornehmen, da mir vor einigen Jahren vom Carlsbergfond ein grosses ZEiss-Mikro-
skop mit apochromatischen Objektiven zur Verfiigung gesteilt war. Es ist mir deshalb
eine angenehme Pflicht, an dieser Stelle auch der Direktion des Fonds meinen besten
Dank auszusprechen.
Im folgenden findet sich nun eine Darstellung der Resultate meiner Untersuchungen,
die ich mit der Beschreibung der Driise bei fast ausgewachsenen, aber noch nicht ge-
schlechtsreifen Tieren einleite. Daran reiht sich eine Darstellung der Verhåltnisse bei
dem briinstigen Månnchen und dem tråchtigen Weibchen, wåhrend zum Schluss ein
Versuch gemacht werden soli, von der Entwicklungsgeschichte der Driise wenigstens die
Hauptziige festzustellen.
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