Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Gefangene Feinde - Am San
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
- z8 -
küßt haben, erhebt sich der gefangene Soldat und
kehrt, um den Kameraden Platz zu machen, zu seiner
Holzpritsche zurück.
„Sollen wir ihnen auch das Fleisch geben?" redet der
Stationskommandant vor sich hin, als wäre er über-
wältigt vom Anblick des gefangenen Feindes. „Wir
haben Gulasch für einen Teil der Mannschaften und
Kaffee und Brot für die anderen." Niemand ant-
wortet. Endlich sagt der Kommandant des Gefangenen-
transportes: „Ich glaube, Kaffee und Brot genügen.
Hinter mir rollt nämlich ein Zug mit Verwundeten!"
Mezö-Laborc, Ende Oktober.
Am San
Äls ich erwachte, war ich jenseits der Karpathen. Der
Zug ging langsam zwischen den sanft auslaufenden
Hügelreihen vorwärts. Dies war Galizien, das Land
des Krieges. Hier und da ein kleines Haus. In der Tür
eine Frau nach dem Zug schauend; auf dem kahlen
Acker zwei fleckige Kühe von einem barfüßigen Jungen
gehütet, ganz wie sonst, wie im vorigen Herbst und im
vorvorigen. Aber an beiden Ufern eines Flusses bauten
Soldaten eine Holzbrücke. Die alte war gesprengt
worden und taugte nicht mehr, und jetzt waren also
Pioniere dabei, eine neue zu bauen. Wenn einst viele
Jahre vergangen sind und die neue Brücke alt geworden
ist, werden alte Leute noch immer, um diesen, unseren
Herbst 1Y14 näher zu bezeichnen, etwa sagen: „Als die
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>