- Project Runeberg -  Die Kultur Schwedens in vorchristlicher Zeit /
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(1885) [MARC] Author: Oscar Montelius Translator: Carl Appel
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 3. Das Eisenzeitalter. (Vom fünften Jahrhundert vor Christi Geburt bis zur zweiten Hälfte des elften Jahrhunderts nach Christus.) - D. Der zweite Teil des jüngeren Eisenzeitalters (Vom Beginn des achten bis zur zweiten Hälfte des elften Jahr­hunderts.)

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Die Wände waren im Inneren gewöhnlich nackt oder nur
mit Schilden, Waffen und dergl. bedeckt. Bei festlichen
Gelegenheiten behängte man sie mit einer besonderen Bekleidung aus
gewebten, gefärbten Tüchern.

Der Fussbodcn bestand, wie noch jetzt an vielen Stellen,
nur aus festgestampften Lehm; er konnte nicht gut gedielt sein,
so lange es keinen besonderen Ofen gab, sondern das Feuer
frei auf dem Herde flammte, der aus einigen auf die Mitte des
Fussbodens gelegten flachen Steinen bestand. In Norwegen
begann man erst gegen das Ende des elften Jahrhunderts gemauerte
Oefen und Schornsteine zu gebrauchen. Diese Verbesserung, die
zur Wohnlichkeit des Hauses wesentlich beigetragen haben
muss, fand vermutlich in Schweden nicht früher Eingang als in
Norwegen.

Das Ameublement des altschwedischen Heims war nicht
gross noch kostbar. An der Wand befestigte Bänke und Betten,
lange Tische vor den Bänken, und eine oder die andere Truhe
zur Aufbewahrung der Kostbarkeiten des Hauses — das wäre
wohl das hauptsächliche, wenn nicht alles. Doch werden Stühle
erwähnt, z. B. im Hávamál; und in einer isländischen Sage
wird berichtet, wie im Jahre 1011 ein Mann in einen
Grabhügel in Norwegen einbrach und dabei den „Hügelbewohner“
auf einem Stuhle sitzend fand. Merkwürdigerweise hat man
auch am Ende des vorigen Jahrhunderts bei der Untersuchung
eines norwegischen Grabhügels in der Grabkammer zwei
vollständig angekleidete Skelette auf Holzstühlen sitzend gefunden,
welch letztere indess beim Zutritt der Luft auseinander fielen.

Im Wohnraum des nordischen Bauers, so wie ihn die
Sagas schildern, war der Ehrenplatz des Hausherrn der „Hochsitz“
in der Mitte der einen Längswand. Vor dem Hochsitz standen
die beiden in der heidnischen Zeit heiligen „Hochsitzpfosten“.
Dass es einen solchen Hochsitz auch im Heim des schwedischen

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