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I I 2
E. LINDERHOLM
»Diese Art der Rechtgläubigkeit», heter det, »welche sich
gleich trostlos und unfruchtbar erwies, war es, welcher Spener
eine neue, die Weckung der frommen Gefühle und die Belebung
des Willens vor allem bezweckende Behandlung des Vortrags
der Glaubenslehre, so wie auch eine durchgreifende Umgestaltung
der gesamten Lebenseinrichtungen glaubte entgegensetzen zu
müssen. Diese neue Methodik des dogmatischen Vortrags, der
Frömmigkeits-Uebungen und Lebensart war es nun, welche, um
ihre Richtung als eine verfehlte zu bezeichnen, zuerst mit dem
Namen des Pietismus umfasst wurde. Es lag nämlich in der
Weise des Spenerischen Vortrages, dass er mehr die
niederbeugenden als die erhebenden Gefühle, mehr das Bewusstseyn
der durch die Sünde verloren gegangenen als der durch die
Gnade wieder gewonnenen Kräfte, mehr ein ängstliches Sorgen
um die Wiedergeburt als die freudige Gewissheit von derselben
hervorrief, und somit dem Abhängigkeitsgefühle ein, der ächt
christlichen Gesinnung nachtheiliges, Uebergewicht verschaffte.
Dieselbe Einseitigkeit der Gefühlsrichtung musste sich dann auch
in der Behandlung und Gestaltung der äusseren Lebensformen,
oder in jenem Methodismus äussern, welchem diese Schule folgte.
In diesem nämlich spricht sich einerseits eine Traurigkeit des
Gemüthes aus, welche die volle Freude an erlaubten
Lebensgenüssen als eine Ungebührliches scheut; andererseits aber eine
ängstliche Sorgfalt, alles zu meiden, was die Macht der
sinnlichen Triebe wecken und mit ihrer Herrschaft die Gewissheit
der Wiedergeburt zweifelhaft machen könnte.»1
Så långt om von Cöllns uppfattning af pietismen. Hans
skrift citeras med gillande af FritZSCHE, som uti sina i Rostock
1832 hållna föreläsningar Ueber Mysticismus und Pietismus2
företräder samma hufvudsynpunkt pä den pietistiska fromheten,
men ger den en skarpare formulering.
Fritzsches arbete är närmast riktadt mot den samtida
pietismen och mysticismen och föranledd af de förvillelser, som
särskildt i Schweiz framträdt i samband med väckelsen. Detta
samband var dock rätt löst, hvilket icke hindrar, att den samtida
pietismen utan vidare göres ansvarig för det skedda och
tillskrifves så godt som alla slags försyndelser, demagogisk och
upprorisk agitation icke undantagen. Pietismen betraktas för
1 v. Cölln, a. a. s. 6i—63.
2 Tryckta i Halle 1832.
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