Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Tor Andrae, Der Ursprung des Islams und das Christentum - II. Dichter und Hanifen
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TOr ANDRAE
(Dets., Ahlw. 160) Besonders rätselhaft sind die grossen
Anfangsbuchstaben anzusehen: »Die Wohnungen der Tochter
Hittäns b. fAuf gleichen den Titelbuchstaben (’unwän), wie sie
der Schreiber auf dem Pergamente eingräbt».1 ’ Walij wird die
heilige Schrift in ähnlichem Zusammenhange genannt von
Zu-hair (Ahlw. 97): »Das Haus ’Asmas in Gamrain ist verwischt
wie die heilige Schrift — keiner von ihrem Volke ist mehr da»;
ähnlich Ahlwardt 91.
Auch in anderen Zusammenhängen werden ein paar Mal die
heiligen Schriften der Christen erwähnt. Von »dem ’ittgil, das
wir lesen», spricht der christliche Dichter ’Adl b. Zaid.2 ’Adl
redet sogar von dem Buche Gottes — Kitäb Allah: »Du hast
uns bei dem Buche Gottes einen unverbrüchlichen Eid schwören
lassen. Und du bist doch nicht durch das Buch Gottes gross
geworden».3 Der Ausdruck Kitäb Allah klingt freilich in einer
vorislamischen Dichtung ziemlich suspekt. Das Syrische hat ja
in solchem Zusammenhange gewöhnlich die Mehrzahl »Schriften»;
vielleicht könnte man doch auf die verwandte Phrase »das
göttliche Buch», Ketäbä ’alähäjä, hinweisen.
Es ist von nicht geringer Bedeutung, dass somit eine
Anzahl der wichtigsten koranischen Termini für die Schrift- und
Offenbarungslehre: Zabür, mashaf (koran: suhuf), wahj, ’ing’il,
Kitäb Allah sich als vorislamisch erweisen.
Von biblischen Personen wird bekanntlich David oft
erwähnt als Panzerschmied. Vielleicht ist aber damit irgend ein
berühmter jüdischer Waffenschmied dieses Namens gemeint.
Von Salomo berichtet al-Näbiga eine Legende von seiner
Gewalt über die Dämonen:4 »Ich sehe keinen, der so gegen die
Menschen handelt wie er (al-Numän). Ich nehme keinen aus,
ausser Salomo, als Gott zu ihm sagte: Richte dich auf und
verbiete den Menschen die Sünde und demütige die Ginn, siehe
ich erlaubte ihnen, Tadmor zu bauen mit Quadern und Pfeilern.»
1 Cheikho, 224.
2 Cheikho, 185 nach Gähiz.
3 Su’ara1 al-Nasränijja, 472. Zweifelhaft scheint mir wegen Sur. 87: 18
der zweite der beiden folgenden Verse die al-Murakkas al-Åkbar
zugeschrieben worden sind: »So sind weder Glück noch Unglück für jemand dauerhaft.
Dies stand schon geschrieben in den ersten alten heiligen Schriften (fi-l-sabür
al?awwalijjät al-kada im)». Cheikho, 184.
* Ahlwardt, 7.
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