- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Tjugutredje årgången, 1923 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Tor Andrae, Der Ursprung des Islams und das Christentum - II. Dichter und Hanifen

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DER URSPRUNG DES ISLAMS UND DAS CHRISTENTUM

2 o i

Zuletzt möchte ich auf ein Erzeugnis dieser
pseudoepigra-phischen Poesie aufmerksam machen, das unter dem Namen
eines Mannes auftaucht, der ebenfalls geeignet schien als Autor
hanifischer Dichtungen aufzutreten. Es handelt sich um ein
Gedicht, das dem bekannten jüdischen Dichter Samaw’al b.
1Ädijä zugeschrieben wird. Das Gedicht findet sich in einem
von Niftawaihi (st. 323) zusammengestellten und kommentierten
dnvän des Samaw’al, den louis Cheikho herausgegeben hat.1
Das Gedicht lautet in Übersetzung:2

i »Als ein Tropfen wurde ich ausgegossen am Tage, da
ich ausgegossen wurde — Er erhielt [von Gott] den Befehl, so
wurde ich geschaffen — 2 Gott verbarg ihn an verborgener
Stelle — Verborgen musste sein Platz sein, so ich verborgen
sein sollte — 3 Tot war ich eine Zeit lang, dann wurde ich
lebendig — Mein Leben bürgt dafür, dass ich [wieder] sterben
muss. — 7 O dass ich wüsste, ich werde es auch wissen, — Wenn
mein Buch geöffnet vorgelegt wird, und ich gerufen werde,

— 8 Ob das Übergewicht für mich oder gegen mich sein werde,

— Wenn abgerechnet wird. Ich bin dafür gerüstet zur
Rechenschaft gezogen zu werden — 9 Denn mir wurde die Gewissheit
zu Teil, dass ich, wenn ich gestorben bin — Und mein Gebein
vermodert ist, aufgeweckt werden soll — 10 Werde ich denn
sagen können, wenn meine Sünden die eine nach der anderen
hervortreten — Und über mich kommen, dass ich verhindert
wurde [das Gute zu tun]? — 11 Wird mir wohl mit Gnade von
dem König und Güte — Oder mit Strafe für Sünden, die ich
begangen habe, bezahlt werden? — 14 Mir kam die Kunde
von Dä’nds Königtum — Getröstet wurde ich dadurch und
zufrieden — 15 Und von Sulaimän und dem Apostel Jahjü —
Und von Mutä [Matthäus?] und Jüsuf, als wäre ich selbst dabei
gewesen, — 16 Und von den übrigen Stämmen, die Stämme
Ja’küb’s. — Das Studium der Tora und die Lade — 17 Die
Spaltung der Wogen wie zwei Berge für Müsä. — Und dann
der König Tälüt — 18 Und das Unglück des al- Ifrls-’i], als er

1 Masrik 1909, 161 — 178.

’ Die Verse befinden sich offenbar in Unordnung. Ich gebe sie hier in
der Ordnung die mir die ursprüngliche scheint wieder. Man beachte die
Disposition: Wunderbare Schöpfung — unausweichliches Gericht, Gnade der
Offenbarung, moralische Ermahnungen. Die Numrierung der Verse nach
Cheikhos Ausgabe.

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