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2 1 o
r. re1tzenstein
dans Meerfahrt.1 Den Absehluss nach oben bildet das sich
rückwärts wendende und schreiende Kreuzeslamm, jugendlicher
gebildet als auf der Gosforth-Platte und nach der
entgegengesetzten Seite gewendet2; die Schlange ist dabei kleiner
dargestellt. Die vier Szenen schildern die Herrschaft des Todes von
dem Sündenfall bis zu dem Eintritt des zweiten Adam in die
Unterwelt. Wieder muss ein zweiter Bildstreifen dessen Triumph
über den Tod dargestellt haben, vermutlich ebenfalls in vier
Bildern. Das Kreuz von Penrith, das ich leider nur aus der
Beschreibung von Calverley-Collingwood3 kenne, zeigt ebenfalls
den schreitenden Hirsch und unter ihm den gebundenen Loki
mit der Schlange über sich und seinem Weibe Sigyn neben sich.
Dass dieselben Vorlagen immer wieder benutzt werden und dass
zugleich so völlig verschiedene Stil- und Kompositionsarten neben
einander bestehen, wird man selbst bei einer Mischbevölkerung
wie hier kaum anders erklären können, als dass eine Anzahl
Mustersammlungen vorhanden waren4, darunter eine sehr alte von der
Balkanhalbinsel oder aus Kleinasien. Die Künstler, die hier schon
ein gewisses Selbstbewusstsein besassen5, haben ein paar Typen
1 Sie entstammt freilich ebenso wie die höllische Schmiede in der Vision
des Tundalus und die Bezeichnung der Teufel als Höllenschmiede im Renner
v. 238789 gelehrter Erinnerung.
2 Am nächsten vergleichbar ist die S. 168, 2 erwähnte Kirchentür von
Oberröblingen.
3 S. 247. Calverley benennt hier, wie immer, den Hirsch Lamm. Das
ist jetzt durch das Dacre-Kreuz widerlegt. Die Kunst soll auf dem
Penrith-Kreuz roher sein.
4 Etwa wie jene Musterbücher, aus denen die Verfertiger der christlichen
Goldgläser nach Vopel, S. 75, wahllos und absichtslos die Bilder aneinander
reihend schöpften (vgl. auch S. 76). Aehnliche Musterbücher muss die
mithrä-ische Kunst gekannt haben. Dem hier behandelten Typus eigen ist die
Gegenüberstellung zweier Reihen.
5 So Gaut, der Sohn des Björn, nach seiner Angabe Verfertiger aller der
Kreuze auf der Insel (Allan, Journal of the British Archaeological Association
XLIII, p. 245), also, wenn wir das auch als übertrieben betrachten, sicher
einer der frühsten Künstler. Grade bei ihm finde ich das für diese Gegend
charakteristische, ursprünglich wohl schwedische Ornament, noch dazu in
seiner eigentlichen Anwendung auf den Lebensbaum. Der Name Gaut lässt,
wie Prof. Edv. Schroeder mir auf Befragen zeigte, mit einigem Recht auf
Ursprung aus dem südlichen Schweden schliessen; nach Lind,
Norsk-Isländi-ska Dopnamm, S. 303—6 kommen die Namen (Gautarr), Gauti und Gautr
in älterer Zeit nur sehr selten auf westnordischem Gebiete vor. Für den
Ortsnamen Toftarasmunt auf Man verweise ich auf Eilert Ekwall, Scandi-
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