Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Tor Andræ, Der Ursprung des Islams und das Christentum. III. Die eschatologische Frömmigkeit Muhammeds (forts.)
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TOR ANDRAE
èx§£)(ö[aevoc ty]v àjröipaatv tt]v [j-éXXooaav è^sXdsiv xoct aotoö.1 —
r’Exaatoc tö i’Stov æoptEov ßaaräaei . . . xai exaatoc ^(öv jrspi éaoroö
Xöyov Swasi rtj» xptTrj. ’Ev u>pcj èxstvß oüSsi? ouösvi ßoY]&f/aai Sovatat.
oox àSsX<pö; àSsXyöv oo Yovets Téxva ou téxva yovsis- ou fiXoi
(p[Xou? oox àvrjp trjv aoCuyov.2 Den Gedanken, dass jeder auf
sich selbst angewiesen ist, dass keiner dem anderen helfen kann,
nicht der Bruder dem Bruder, nicht der Vater dem Kinde usw.
hat Muhammed offenbar besonders wirkungsvoll gefunden, er
hat ihn gewöhnlich in ganz stereotypen Wendungen fast in
jeder Gerichtsschilderung angebracht. Man beachte besonders
die Phrase IxasTO? ßaatäaet zb t’Siov æopttov, die bei ’A/rem so
oft in diesem Zusammenhange wiederkehrt.3 Jeder Leser, der
die Sprache des Korans kennt, wird dabei wohl an die
gleichlautende koranische Wendung »/« taziru wäzira wizra ’ultra»
usw., »eine beladene (Seele) wird die Last einer anderen
nicht auf sich nehtnen können, und wenn die Belastete
nach Hilfe ruft, wird keiner die Last tragen können und
wäre er auch ein Verwandter» (35: 19 vgl. 53: 39, 39: 9,
17: 16, 6: 164).
Sonderbar genug und im offenbaren Widerspruch mit der
im damaligen syrischen Christentum sonst geltenden
Anschauung4 wird hier die Möglichkeit der Fürbitte von ’Afrim
kategorisch bestritten. »Selbst die Seraphen bemühen sich nicht
(für die Sünder einzuschreiten), denn auch sie stehen in
Verwirrung und Furcht da. Sie sehen des Richters brennende
Zornesglut und schweigen wie Tote. Die Heiligen wagen keine
Bitte an ihn zu richten, denn der Rauch seiner Zornesglut steigt
auf. Sie zittern aus Furcht, dass sie den Sündern zugezählt
werden könnten.»5
Die schlimmste Abrechnung werden überstehen müssen,
1 Op. Gr., II, 211.
3 Ibid., I, 29, vgl. II, 201: -0D ö TTctT/jp 0 ysvvjjsa;; ~oü ^"’/jp i texoSaa;
zoü dföeXaot; ~oD zà ziv.va; zoü ot totXoi; zoj 6 ttXoü~o^; zoä üxdpyovT«.
® Vgl. ausser den angeführten Stellen auch Op. Gr., III, 371.
4 Vgl. z. B. »Durch seine und aller Heiligen, seiner Genossen Gebete
mögen wir Armen Gnade und Barmherzigkeit an dem Gerichtstage finden!»
Anecdota Syr., II, 59.
5 Op. Syr., III, 635. Die Ungläubigen finden keinen Helfer oder
Fürbitter: ouSe!? 6 poyj&ijoa! S’jvaixevo; r; ■zapav.ctKioai iiuip itotujv. Op. Gr.,
II, 201.
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