- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioförsta årgången, 1931 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Nathan Söderblom, Pater Max Pribilla und die ökumenische Erweckung. Einige Randbemerkungen

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PATER PRIBILLA UND DIF. ÖKUMENISCHE ERWECKUNG I I

katholisch oder evangelisch, im Himmel werden wir nur Christen
sein’, kann schon hier in der Zeitlichkeit Erfüllung finden. Die
Seelen können einander begegnen, sich an Gottes Macht und
Gnade freuen, ihm danken für seine Heiligen zu allen Zeiten
und seiner Wahrheit froh sein, ohne durch die Grenzen der
Konfessionen gehindert zu werden. Übereinstimmung der
Ansichten und Zugehörigkeit zu derselben Hürde der irdischen
Teilung ist keine sichere Garantie für Seelenverwandtschaft.
Andererseits aber kann solche zwischen Menschen von
verschiedener Observanz, mit verschiedenen Traditionen und aus
verschiedenen Zeiten hervortreten, das gehört zu den Geheimnissen des
gestigen Lebens.

Früher war es etwas nicht Ungewöhnliches dass dasselbe
Kirchengebäude zu verschiedenen Zeiten und Tagen einer
römisch-katholischen und einer evangelischen Gemeinde diente.
Solche anteilige Benutzung kam während früherer Jahrhunderte
in friedlichen Formen in Frankreich, Deutschland, der Schweiz
und anderswo vor. Was kann vom christlichen und
evangelischen Standpunkt natürlicher sein? Trotz der ständig
gewachsenen Macht des Ultramontanismus findet sich solche
Nutzungsgemeinschaft ausnahmsweise noch in Deutschland, wo, wenn
irgendwo, die beiden grossen abendländischen Konfessionen
sich eines Tages dürften wiederfinden können — wenn man
hoffen darf, dass religiöse Gesichtspunkte stärker werden als
Kirchenpolitik und Machtstreben, und dass der Ultramontanismus
bald seine grösstmögliche Zuspitzung erreicht haben wird, um
notgedrungen einem mehr katholischen und weniger exklusiv
römischen Christentum Raum zu geben.»

»Vieles findet unter dem Gewölbe der römischen Kirche
Platz. Dort besteht auch eine Gottesgemeinschaft, ein
Liebesdienst und eine Glut der Hingabe, von der wir viel zu lernen
haben.

Der zweite Grund überzeugte in Genf vielleicht noch mehr
Teilnehmer. Wenn wir eine universale, eine ökumenische
Kirchenversammlung abhalten wollen, haben wir kein Recht, zum
Voraus jemanden auszuschliessen. Alle, die sich zu Christi
Namen bekennen, sollen empfinden, dass sie im Hause der
Christenheit Heimatrecht haben. Nicht wir, sondern der Papst

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