Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Nathan Söderblom, Pater Max Pribilla und die ökumenische Erweckung. Einige Randbemerkungen
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NATHAN SÖDERBLOM
angeführt: »Über ein drittel der Delegation bestand aus
Kirchenpräsidenten, Landesbischöfen und Generalsuperintendenten». Dies
Kritik mag bis zu einem gewissen Grade richtig sein. Im selben
Artikel wird bemerkt, dass unter den britischen und
amerikanischen Delegierten viele jüngere Leute sassen. Aber die Sache
hängt mit einer grundsätzlichen Frage zusammen, auf die wir
später, S. 40 f., zurückkommen. Der verehrte Verfasser hat ganz
recht, dass »sachlich und taktisch völlig eingearbeitete und
geschulte Fachleute heranzuziehen sind» (63); das hat ja besonders
die evangelisch-lutherische Delegation in ihrer von ihm abfällig
beurteilten Erklärung auf der Konferenz in Lausanne klar und
entschieden ausgesprochen. Aber, wenn diese Einheitsache und
diese Zusammenarbeit nicht nur eine Angelegenheit interessierter
Christen sein soll, sondern auch die Kirchengemeinschaften als
solche packen soll, so ist es wichtig, ja, notwendig, dass auch,
wie er es nennt, repräsentative Persönlichkeiten, oder sagen wir,
die Vertrauensmänner der betreffenden Kirchen herangezogen
werden. Ich komme auf diese wichtige Sache zurück.
S. 63, dritter Abschnitt, lesen wir: »Da der Konferenz kein
bestimmtes dogmatisches Bekenntnis zu Grunde lag, so blieb
als Ausdruck religiöser Einheit nur das Gebet, insbesondere das
allen Christen gemeinsame Vater-unser.» Man kan fragen, ob
das Gebet ein »;z#r» verdient. Das Gebet ist doch wohl der
innigste Ausdruck der Gottesgemeinschaft und der
Geistesgemeinschaft. »Tüchtig gebetet ist halb gearbeitet» (Luther). Aber
freilich wurde die religiöse Einheit nicht nur durch das Gebet
zum Ausdruck gebracht, sondern auch in mannigfaltiger anderer
Weise, so durch die Hymnen aus verschiedenen Zeiten und
Teilen der Kirche. Das Gesangbuch Communio wird auch vom
Verfasser erwähnt. Aber die christliche Einheit hat nicht nur
in gesprochenen oder gesungenen Anrufungen, Anbetungen und
Glaubensliedern und sonstigen Gebeten der Kirche Ausdruck
gefunden, sondern vor allem in dem Gotteswort aus der
Heiligen Schrift, das fleissig bei den gemeinsamen Andachten und
Gottesdiensten gebraucht wurde. Besonders erhebend trat unsere
Gemeinschaft im Schlussgottesdienst hervor, als der Patriarch
von Alexandria das Nizänum, das in der schwedischen Liturgie
mit dem Apostolicum abwechselt, griechisch vortrug, nicht als
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