- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioförsta årgången, 1931 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Nathan Söderblom, Pater Max Pribilla und die ökumenische Erweckung. Einige Randbemerkungen

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PATER PRI BI [.LA UND DIE ÖKUMENISCHE ERWECKUNG

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seine Einheit mit der übrigen Christenheit zu bestätigen, kann
kaum wundernehmen. Wäre ein evangelischer Christ von
negativen Motiven beherrscht, würde er vielmehr hoffen, dass diese
Absonderung immer stärker würde. Oder findet man es denkbar
und mit der Pflicht der Wahrheit und Treue vereinbar, dass
Schwedens Erzbischof, angesichts der Geschichte und der heiligen
Traditionen seines Vaterlandes, Schweden nicht wie früher als
Schutzmacht für die Freiheit des evangelischen Glaubens und
damit auch für eine evangelische Katholizität wünschte, sondern
vielleicht das Gegenteil herbeiführen möchte?

Wer die Ausführungen des verehrten Verfassers liest, kann
sich kaum dem Eindruck entziehen, dass eine Abgrenzung, welche
ich sekterisch genannt habe, doch zu bedauern ist. Wenn die
erwünschte gegenseitige Kenntnis und Achtung zustande kommen
soll, müssen auch unsere römischen Brüder damit rechnen, dass
wir eine feste und bestimmte Glaubensüberzeugung und ein
klares Bewusstsein unserer von Gott gegebenen Pflicht haben,
ebenso wie wir mit einer bestimmten kirchlichen Tradition und
Stellung unserer römischen Brüder rechnen. Die ersehnte
Weltherrschaft Roms würde nach meiner Überzeugung nicht nur für
den evangelischen Glauben, die Geistesfreihet und die
Menschheit, sondern auch für den edelsten Inhalt der römisch-katholischen
Kirche verhängnisvoll sein. Es gibt in der römischen Kirche
unter ihren edlen Geistern, zu denen ich den Verfasser rechnen
muss, nicht wenige, welche an der äusseren Macht und den
Ansprüchen Roms keine Freude haben.

Der Verfasser versteigt sich zu der Vermutung, dass der
letzte Sinn der Stockholmer Konferenz für mich gegen Rom
gerichtet gewesen sei, dass aber die Konferenz mir hierein nicht
gefolgt wäre.1 Wenn man die Tatsachen hinnimmt, wie sie sind,
muss die logische Schlussfolgerung die entgegengesetzte sein.
Von vornherein habe ich mich aus eigener Initiative persönlich
und mit zwei nordischen Amtsbrüdern nicht nur an den Papst,
sondern auch an leitende Vertrauensmänner der römisch-katho-

1 Ich lese in La Vedetta d’Italia 22. März 1931 unter den Überschriften
»Neil’ orbe cattolico» und »Trå Roma e la Svezia» u. A.: »Marcata la
simpatia dell’ arcivescovo Soederblom per il cattolicismo». Wen soll man
glauben?

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