Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Nathan Söderblom, Pater Max Pribilla und die ökumenische Erweckung. Einige Randbemerkungen
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PATER PRI BI [.LA UND DIE ÖKUMENISCHE ERWECKUNG
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Deutschland Protestanten gab, die lieber nach Versailles gingen,
als dass sie einen erträglichen Frieden aus der Hand des
Papstes angenommen hätten, so gibt es auch viele Orthodoxe, die
es vorziehen, bolschewistisch oder türkisch zu Grunde gehen,
als römisch gerettet zu werden.» Man fragt sich unwillkürlich:
Ist es notwendig, dass die Orthodoxen römisch gerettet werden?
Ist es notwendig und christlich, dass sie für ihre Rettung den
teuren Preis bezahlen, ihren alten heiligen Traditionen ungetreu
zu werden und sich Rom zu unterwerfen, römisch zu werden in
dem einen oder anderen Sinne? Sie brauchen, weil sie jetzt
Märtyrer sind oder kürzlich waren, Hilfe und Rettung. Soll das
Märtyrertum unserer orthodoxen Brüder somit ausgenutzt
werden, um sie »römisch zu retten»? Für das christliche Gewissen
ist es selbstverständlich, dass diese Hilfe ihre eigene Art
respektieren muss und, soweit möglich, die orthodoxe Kirche nach
ihren eigenen Voraussetzungen, besonders aus dem Geiste des
Evangeliums heraus, das sie als ihren höchsten Schatz ehrt, zu
beleben hat, so dass unsere orthodoxen Brüder nicht zu einer
anderen Abteilung der Kirche überzugehen brauchen, sondern
ihrem eigenen besten Wesen getreu gerade als orthodoxe,
griechisch orthodoxe Christen gerettet werden. Wenn man selbst
bei einem so besonnenen und christlich gesinnten Verfasser wie
Pater Pribilla solche Worte liest, ahnt man die Gründe, warum
Professor Glubokowsky so gesprochen hat.
S. 199. Eine relative Unterscheidung, wie der Verfasser
mich zitiert, zwischen fides quae creditur und fides qua creditur,
ist meines Erachtens notwendig und kann nicht vermieden
werden. Ich habe nie geschrieben oder gesagt, dass die fides quae
creditur »unwesentlich» sei. Ich habe nie eine wirkliche
organische Kircheneinigung auf Grund der fides qua creditur
empfohlen. Den Worten des Verfassers S. 199: »Denn eine
Einigung auf Grund der blossen ’fides qua creditur’ würde jede
Grenze der Kirche verwischen», stimme ich ganz bei. Die
Unterscheidung zwischen fides qua creditur und fides quae creditur
kann nicht, wie der Verfasser als meine und anderer Ansicht
zu vermuten scheint, die Unionsfrage lösen, wohl aber steht
hinter der Zusammenarbeit in Life and Work eine Einheit in
der fides qua creditur, obwohl die Glaubensausdrücke nicht
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