- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioförsta årgången, 1931 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Nathan Söderblom, Pater Max Pribilla und die ökumenische Erweckung. Einige Randbemerkungen - Nils Karlström, Rom und die Stockholmer Bewegung. Ein chronologischer Beitrag

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ROM UND DIF. STOCKHOLMER BEWEGUNG

IOJ

Auch nach Spanien ist, wie der Erzbischof dem Verfasser dieses
Aufsatzes mitgeteilt hat, eine Einladung ergangen. Soweit man
nach den Dokumenten des Erzbischofs urteilen kann, haben nur
die Erzbischöfe von Köln und Warschau geantwortet. Der
erstere wies bloss auf die Friedensaktion des Papstes hin, der
letztere sprach in einem ausführlichen Brief auch seine grosse
F’reude über die Einberufung der Konferenz aus und
versicherte, die polnischen Bischöfe würden im Geiste an ihr
teilnehmen.

Der neutral-evangelische Kongress in Upsala beauftragte
die skandinavischen Primaten, aufs neue eine ökumenische
Konferenz einzuberufen. Zuerst setzte man die Eröffnung des neuen
Kongresses auf den 14. April 1918 fest. Unter den
Dokumenten des Erzbischofs von Upsala befindet sich von
römischkatholischer Seite eine ablehnende Antwort des Kardinals
Mer-cier auf eine Einladung zu diesem April-Kongress. Indes wurde
die Konferenz wiederum verschoben, und zwar auf den 8.
September 1918.

Zu dieser September-Konferenz wurde jetzt auch der Papst
eingeladen. Diese Einladung vom 11. März 1918 f.’Anhang, I)
ist also die erste Einladung, die der Papst bekommen hat.1 Seine
Antwort durch den Kardinalstaatssekretär Gasparri vom 19. Juni
1918 (Anhang, II) ist ja in der Form entgegenkommend, in der
Sache aber ablehnend.

Die weitere Entwicklung können wir hier nur in grossen
Zügen verfolgen. Die geplante September-Konferenz konnte
wegen der Schwierigkeiten der Kriegszeit nicht zustande
kommen. Auf der Tagung des Weltbundes für
Freundschaftsarbeit der Kirchen in Oud Wassenaer beim Haag vom 30.
September bis 4. Oktober 1919 legte der Erzbischof von
Upsala einen mehr detaillierten Plan eines ökumenischen Konzils
vor. Die Versammlung sprach ihre aufrichtige Zustimmung zu
dem Gedanken eines ökumenischen Konzils aus, das jedoch
nicht vom Weltbund, sondern von den Kirchen selbst
einsehen: »omkr. 1 dec.», d.h. »etwa den 1. Dez.», und aus dem Inhalt geht
hervor, dass der Brief aus dem Jahre 1917 stammen muss. Da die Akten
noch nicht endgültig geordnet sind, ist es jetzt nicht möglich, den Brief
mit einem Aktenzeichen zu versehen.

’ Cf. die Nachschrift S. 112.

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