- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioförsta årgången, 1931 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Max Pribilla S. J., Drei Grundfragen der ökumenischen Bewegung

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MAX PRIBII.LA S. J.

unterliess ich es nicht, den Erzbischof immer wieder um die
Zusendung seiner Bemerkungen zu bitten. Aber die vielen
Amtsgeschäfte und seine geschwächte Gesundheit verzögerten
ihre Fertigstellung. Zum Glück drängte man ihn auch von
anderer Seite, seine Bemerkungen zu veröffentlichen (vgl.
»Religion och Kultur», August 1931, S. 137), und so ist es denn
geschehen, dass er —- kurz vor seinem Tode — noch selbst die
erste Korrektur lesen konnte.

Die Bedeutung seiner Randbemerkungen liegt über die
sachlichen Ergänzungen und Berichtigungen hinaus, die er aus
seiner unmittelbaren, reichen Erfahrung bieten konnte, wohl vor
allem darin, dass wir nun klarer erkennen, wie er selbst vieles
gesehen und in der Erinnerung bewahrt hat, und dass wir nun
besser sein Urteil mit dem Urteil anderer vergleichen können.
Nach der subjektiven Seite sei eines noch besonders
hervorgehoben. Bei den tiefgehenden theologischen Unterschieden
und Gegensätzen, die zwischen Katholiken und Protestanten auch
in der kirchlichen Einigungsfrage bestehen, ist es begreiflich und
selbstverständlich, dass ich auch an Erzbischof Söderblom und
seiner Haltung mancherlei Kritik geübt habe. Das hat ihn aber
nicht gehindert, im Geiste der Sachlichkeit und Liebe auf meine
Darlegungen einzugehen. Zeuge dessen ist die Korrespondenz,
die sich an mein Buch anschloss; Zeuge dessen sind auch seine
Randbemerkungen. Wer im wissenschaftlichen und literarischen
Bereich etwas bewandert ist, weiss sehr wohl, wie selten eine
solche Zurückstellung der eigenen Person gegenüber der Sache
ist, und dass die Empfindlichkeit mit der Höhe des amtlichen
oder geistigen Ansehens zu wachsen pflegt. Deshalb scheint es
mir am Platze zu sein, hier eine rühmenswerte Ausnahme
hervorzuheben, und ich will mich bemühen, bei meiner Entgegnung
diesem Beispiel des Verstorbenen nachzufolgen.

Es kann sich für mich nun nicht darum handeln, alle Punkte,
die in den Randbemerkungen berührt werden, ausdrücklich zu
besprechen. Dazu liegt auch keine Notwendigkeit vor.
Berichtigungen und Ergänzungen im Tatsächlichen können auch
stillschweigend angenommen und vermerkt werden, und vieles
andere wird sich dem aufmerksamen Leser bei Einsichtnahme
meines Buches von selbst klären. Nur einige Haupt- und Kern-

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