- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioandra årgången, 1932 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche

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erich burger

darin Mönst. wiedergibt. Die vorletzte Zeile schliesst mit einem
Terzschritt nach unten: f d c bei Mönst., Ridd. und G. Nur Rappe
richtet sich genau nach Walter. Ridd. weist noch Besonderheiten
auf, die sich sonst nicht wiederfinden. So ist der 3. Ton der 1. Zeile
zu gis erhöht, wodruch eine chromatische Fortschreitung entsteht.
Am Schluss wird nochmals eine Synkope, ähnlich der der 6. Zeile
notiert. Der diatonische Abstieg der 5. Zeile, der sich ausser bei Ridd.
noch in G. findet, erscheint auch in den meisten deutschen
Notierungen des 17. Jahrh.

6. »Lobt Gott jr frummen Christen» od. »Wohlauf ihr deutsche

Christen»

Schwed.: »Gudh fader Wellie wij prijsa».
(Dän.: »Loffuer Gud i fromme Christne»)
Quellen: Deutsch: Einzeldruck 1546 (Z. 5356).

Schwed.: Mönst., fol. 100; Kalm. I, fol. 153; Rappe; G. 237.

(Dän.: Thorn., fol. 131 b; Jesp., fol. 309.)

In diesem Choral hat sich vermutlich der alte »Bruder
Veitston»: »Gott grüss dich Bruder Veite» erhalten.1 Der evangelische
Text wurde von L. Hailmann um 1530 gedichtet. Bis ins 17. Jahrh.
scheint das Lied im Gemeindegesang sehr beliebt gewesen zu sein.2
Dann verschwindet es langsam in Deutschland. Dänemark und
Schweden haben den Choral früh übernommen. Die dänischen
Fassungen von Thorn, und Jesp. geben noten- und wortgetreu die
deutsche wieder. Schweden hat einige Abweichungen, die eine
unmittelbare Anlehnung unwahrscheinlich machen, so die Steigerung
der vorletzten Zeile durch den Terzschritt nach oben, wodurch
gleichzeitig der Wille nach der parallelen Durtonart deutlich wird als
wirkungsvoller Kontrast gegen die Schlusszeile in Moll. Statt der
drei Auftakt-Noten der deutschen Melodie bringt Schweden nur
eine Note, gleicht aber die entstehende Verkürzung am Schluss
der Zeile durch Anfügen zweier Töne (b-a) wieder aus. Die
schwedischen Aufzeichnungen zeigen unter sich fast genaue*
Übereinstimmung, die die ausserordentliche Festigkeit dieser Melodie auch im
Ausland beweisen.

1 Vgl. darüber Böhme: Altdeutsches Liederbuch (S. 494, 499).

2 Vgl. Wolfrum, S. 76.

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