Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche
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deutsche kirchenmei.odien in schweden
175
Die älteste Quelle für dies Lied, das seit alters Nik. Decius
zugeschrieben wird, ist das niederdeutsche G.B. von Joach. Slüter
(oder Sluter) Rostock 1531.1 Die Melodie geht wahrscheinlich auf
eine ältere gregorianische Hymne zurück.2 In Dänemark erscheint
sie 1559 bei Thorn, gedruckt. Olaus Petri übersetzte den Text schon
1536 für sein Ps.B. Die Melodie wird jedoch erst von Mönst. notiert.
Sie ist der vereinfachten späteren Form des G.B. Eisleben, am
ähnlichsten und hängt augenscheinlich davon ab. Die mannigfache
Überlieferung und weite Verbreitung des Liedes hat in Deutschland
eine Reihe rhythmischer und melodischer Abweichungen zur Folge.®
So weist auch Schweden kleine Varianten auf, bewahrt aber im ganzen
den Duktus der Eislebener Fassung. Mönst. schliesst die 1. (3.)
Zeile auf der Quarte b, statt der Quinte c wie die übrigen. Ridd.
fasst die 4. Note b als Leitton zur Dominante c auf und erhöht darum
zu h. Den Terzschritt am Schluss der 2. (4.) Zeile füllen alle
schwedischen Fassungen mit der Zwischennote a aus, die Ridd. und G.
punktiert bringen. Die 5. Zeile wird abweichend von Eisleben (auch von
Thorn.) durchweg mit dem Tonikaeinsatz und in diatonischer
Fortschreitung geschrieben. Kleine Varianten zeigen die 6. und 7. Zeile.
Erstere hat in Mönst. den Spitzenton d doppelt (als 3. und 8. Note).
Die Schlussterz haben Ridd. und G. verziert: c a b a statt einfach
c a. Mönst. schreibt nur die Durchgangsnoten. In der letzten Zeile
wird in allen schwedischen (und dänischen) Fassungen der
Anfangston d nochmal als Spitzenton wiederholt. Die diatonische
Fortschreitung unterbrechen nur Ridd. und G. durch die Terz c-a in der
Schlusswendung zur Tonika. Fermaten am Schluss jeder Zeile
schreiben Ridd. und G. Bei letzterem steht auch
eigentümlicherweise eine Fermate zu Beginn auf »Lamb».
15. »Wohl dem, der in Gottes Furcht steht»
»Wo Gott zum Haus nicht gibt sein Gunst»
Schwed.: »Säll är den man, som fruktar Gud, och gerna . . .»
(Dän.: »Salig er den Månd, der Gud frykter»)
Quellen: Deutsch: Joh. Walter 1524, No. 26 und Klug 1535, Bl. 132 (Z 298
u- 3°5)-
1 Vgl. Zelle, S. 58 und Kümmerle II, S. 562, 563.
2 Vgl. Kümmerle, ebenda.
3 Siehe Z. 4361 a, b, c und Anm.
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