- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioandra årgången, 1932 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche

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erich burger

13. »Nun bitten wir den heiligen Geist»

Schwed.: »Nu bedie wij then helge Andh»

(Dän.: »Nu bede wi den hellig Aand»)

Quellen: Deutsch: Joh. Walter 1524, No. 1 (Z. 2029a).

Schwed.: Mönst., fol. 98; Rappe, fol. 35; G. 182.

(Dän.: Thorn., fol. 101; Jesp., fol. 10; Mogens Pedersen 1620.)

Dieser alte Pfingstgesang gehört zu den ältesten deutschen leis1,
der möglicherweise schon vor der Reformation nach Schweden kam.2
Nachdem er bei Joh. Walter an 1. Stelle steht wurde er auch von
Olaus Petri schon in das Ps.B. von 1536 aufgenommen. Die Melodie
wird uns jedoch erst von Mönst. überliefert, später von Rappe und
G. Mönst. hat augenscheinlich Thorn, als Vorlage benutzt, da es
alle Abweichungen von Walter mit diesem gemeinsam hat. Nur zu
Beginn der 4. Zeile überbrückt es den Dreiklangssprung nach unten
(h g e) mit 2 Zwischennoten, von denen die 1. punktiert geschrieben
wird. Rappe und G. notieren dies ebenso. Die 2. Zwischennote fällt
bei G. wieder fort. Rappe hat die Schlusswendung der 1. Zeile wie
Vulpius, Schein, Vogler u. a. Ebenso G., abgesehen von der fehlenden
Zwischennote e. Gegenüber Rappe hat es auch der Vereinfachung
halber in der 3., 4. und 5. Zeile je eine Zwischennote weniger. Den
Ambitus der letzten Zeile erweitert G. von der Quarte zur Sexte,
indem es mit einem Quartenauftakt beginnt und den erhöhten
Spitzenton h schreibt. Das »Kyrieleis-» hat einige unbedeutende Varianten
in allen Fassungen. Gemeinsam gegenüber Walter ist die
Schlussbildung mit der Unter- statt der Obersekunde. Rappe bringt die
verzierte Formel:

Ky - - - ri - - e - leis.

14. »O Lamm Gottes unschuldig»

Schwed.: »O rene Guds Lamb oskyldig»
(Dän.: »Guds Lam oskyldig»)

Quellen: Deutsch: G. B. Eisleben 1598, S. 176 (Z. 4361 b).

Schwed.: Mönst., fol. 97; Ridd., pag. 126; G. 150.
(Dän.: Thorn., fol. 127 b; Jesp., fol. 18.)

1 Wolfrum, S. 50 meint, die Melodie stamme aus dem 12. Jahrh. Ähnl.
Kümmerle II, S. 382 und Meister I, S. 431. Zelle (S. 34 ff.) vermutet die
urspr. Mel. im Strassb. G. B. 1525.

2 Vgl. über andere deutsche Leise aus vorreformatorischer Zeit. S. 128.
Anm. 5.

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