Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche
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deutsche kirchenmei.odien in schweden
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bestätigen.1 Die Überlieferung zeigt im ganzen nur geringe Varianten.
Mönst. setzt in der 1. (3.) Zeile auf der Terz statt der Quinte ein wie
die übrigen. Die 7. Zeile beginnt in den schwedischen Fassungen
aus textlichen Gründen mit einer Auftaktsnote; Kalm., Rappe und
G. haben die Obersekunde, Mönst. die Tonika. Die vorletzte Zeile,
die Kalm. ohne den Quartenauftakt notiert, hat mit Ausnahme von
Rappe eine Verzierung und Erweiterung der Schlussformel, während
Klug 5 Noten schreibt, hat Kalm. 7, G. 8 und Mönst. sogar 10 Noten
(davon 4 in kurzen Werten). Doch wird die Tonfolge kaum geändert
und nur die kleine Sexte noch mit einbezogen (g a b g a statt g a)
wie bei Klug. Die Schlusszeile schreiben Kalm. und G. mit zwei
Viertelnoten und ohne Punktierung (ebenso Mönst.) nach dem
Vorbild von Crüger u. a. Rappe bringt hier wie in der 1. (3.) 2. (4.)
und 5. Zeile Durchgangsnoten, die die Melodie flüssiger und
volks-mässiger machen. Vergleich z. B. die 1. Zeile:
mit
Klug:
26. »Kommt her zu mir spricht Gottes Sohn»
Schwed.: »Kommer hit til mig, säger Guds Son»
(Dän.: »Kommer til mig sagde Guds sön»)
Quellen: Deutsch: »Ain schöns newes Christiichs Lyed . . .» Einzeldruck 1530
(Z. 2496).
Schwed.: Kalm. I, fol. 147; Mönst., fol. 89; Rappe, fol. 16; Ridd.,
pag. 107; G. 215.
(Dän.: Thorn. 230 b.)
Als Verfasser dieses Pfingstpsalmes wird jetzt meist der
Wiedertäufer und Märtyrer Georg Grünwaldt angesehen.2 Die Melodie
ist wahrscheinlich schon vor der Reformation geistlich und weltlich
benutzt worden. Geistlich zu einem alten Legendenlied der heiligen
Odilia und weltlich als »Lindenschmid- oder Wyssbeckton» mit dem
Text »Was wöl wir aber heben an» (oder »Nu wölln wir aber heben
an»).3 Da die Melodie ursprünglich nur 5 zeilig war, wurde für den
obigen geistlichen Text die 4. Zeile wiederholt.4
1 Ebenso Thom.
2 Vgl. Wackernagel, K.-L. III, No. 166. Zelle, S. 18 vermutet jedoch
Justus Jonas als Textdichter.
3 Vgl. hierzu Böhme, S. 746 u. S. 459—463.
4 Winterfeld I, S. 71.
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