Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
i8o erich burger
In der vorletzten Zeile schliesst Rappe diatonisch ohne Terz.
G. bringt zum Schluss eine stärkere Betonung des Molldreiklangs
e-c-a durch die doppelt notierte Terz c nach dem Spitzenton e.
39. »Herr Gott, du Schöpfer aller Ding»
Schwed.: Herre tu utrannsakar mig»
Quellen: Deutsch: B. Waldis 1553, Bl. 141 b (Z. 7749).
Schwed.: Svenska Psalmboken 1572; Uppsala-Psalmboken 1616 u.
1623; Kalm. I, fol. 153; Mönst., fol. 88; Ridd., pag. 105; G. 103.
In Deutschland hat nur B. Waldis diesen Choral. In Schweden
bringt schon das Ps.Buch von 1572 die geschriebene und das von
1616 (1623) die gedruckte Melodie mit einem von der deutschen
Vorlage unabhängigen Text.1 Das Lied scheint in Schweden
ziemlich weite Verbreitung erfahren zu haben, da wir es in fast allen
Handschriften und Drucken seit 1572 finden. Die Weise erhält
dabei nur geringe Veränderungen.
Die 1. Zeile vermeidet durchweg die Synkope, wobei die 6. Note
h gestrichen wir und der Terzschritt a-c entsteht. Kalm. und Mönst.
bringen statt gleicher Noten eine Punktierung in der Schlusswendung.
In der 5. Zeile treten bei Kalm., Mönst., Ridd. und G. die kurzen
Noten unmittelbar vor den Schluss, und gleichzeitig erhält der
Spitzenton die doppelte Länge. Die Psalmbücher von 1572 und 1616
(1623) verkürzen und vereinfachen das Melisma der folgenden Zeile,
indem sie die Punktierung und die 2. Durchgangsnote (f) streichen.
Ridd. und G. schreiben noch kürzer 4 statt 6 Noten: a-g-f-e für
a-g-f-e-d-e. In der 8. Zeile übernehmen Ridd. und G. nicht die
Punktierung, wobei Ridd. die folgende Zwischennote streicht. Beide
notieren zum Schluss ausdrücklich das Subsemitonium. Die 9. Zeile fällt,
wie schon oben bemerkt, aus textlichen Gründen fort.
40. »Herr Gott in deinem höchsten Thron»
Schwed.: »Hielp mig min Gud min sorg mig qwäl»
Quellen: Deutsch: B. Waldis 1553, Bl. 32 b (Z. 7737).
Schwed.: Mönst., fol. 82; V.B. 30; Rappe, fol. 29; Ridd., pag. 93; G.68.
Dies nur in wenigen deutschen Quellen2 aufgeführte Lied von
1 Statt lo- nur 9-zeilig. Infolgedessen wird in allen schwedischen
Fassungen die 9. Melodiezeile gestrichen.
2 Vgl. Z. IV, S. 535.
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>