Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche
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deutsche kirchenmelodien in schweden
23 t
38. »Gott Lob! dass -wir die Gotteskraft»
Schwed.: »Herr, som ofta nådelig»
Quellen: Deutsch: B. Waldis 1553 (Z. 8140).
Schwed.:1 Mönst., fol. 84; Rappe, fol. 39; Ridd., pag. 95; G. 77.
Zahn2 gibt ausser B. Waldis keine anderen deutschen Quellen
für diesen Choral. Der vom deutschen unabhängige schwedische
Text steht zuerst im Ps.B. von 1572. Die Melodie kopiert Mönst.
notengetreu. Nur die letzte Note der 7. Zeile wird hier, wie auch bei
den späteren schwedischen Fassungen durchweg um eine Stufe
erniedrigt, sodass der Schluss mit einem Quintschritt c-f gebildet
wird, statt mit der schwieriger zu singenden Quarte c-g, wie bei B.
Waldis. Die übrigen, Rappe, Ridd. und G. zeigen eine deutliche
Ähnlichkeit in der Schreibweise. In der 1. (3.) Zeile wird die Synkope
aufgelöst J j J. Die 2. (4.) Zeiel bringt eine Variante. Der
Einsatz erfolgt auf der Obersekunde statt der Tonika und ebenso wird
der Zwischenton um eine Stufe (von c nach d)-erhöht. Als 4. Note
steht, wie bei B. Waldis die Tonika a, die hier punktiert und
durch Quartsprung von d aus genommen wird. Die 3 folgenden
Viertel bringen die Untersekunde g 2 mal, wodurch der Schluss mit
dem Terzschritt g-e eingeleitet wird. Die 5. Zeile zeigt gegenüber
den gleichen Noten bei B. Waldis eine lebhaftere Form. Rappe und
G. bringen die Steigerung zur Oberterz punktiert. Bei denselben und
Ridd. wird die Schlussnote (Tonika) verdoppelt mit eingeschobenem
Subsemitonium als Wechselnote. Die folgende Zeile setzt wieder
auf der Tonika ein, nicht wie B. Waldis und Mönst. auf der
Untersekunde und steigt bei Rappe und Ridd. diatonisch, statt bis zur
Terz, zur Quarte (d), die damit 3 mal gesetzt und stärker betont
wird. In der 7. Zeile übernimmt G. sowohl die Terzverschleifung
Rappes wie die Punktierung der Schlussformel von Ridd. Während
B. Waldis nach der 4. Note eine Pause schreibt und in der
Wiederholung der Quartschritte monoton und reizlos wirkt, zeigt hier G.
eine flüssige und gesangliche Form:
G 77 B. Waldis
1 Kalm I, enthält diese Melodie nicht wie Nodermann II, S. 130, No.
288 angibt, in Berufung auf ein handschriftliches Verzeichnis von T. Norlind.
statt
2 Z. V, S. 22.
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