- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioandra årgången, 1932 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche

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deutsche kirchenmelodien in schweden

23 t

weg. G. hat zu Beginn der 1. Zeile abweichend einen doppelten
Quartsprung c-g, g-c, der sich sonst nirgends findet.

49. »In dich hab ich gehoffet Herr»

Schwed.: »På dig jag hoppas, Herre kär»

Quellen: Deutsch: Strassburger Kirchengesangbuch 1560, S. 147 (Z. 2459).

Schwed.: Kalm. I, fol. 148; Mönst.; Rappe, fol. 20; Ridd., pag. 88;
G. 46.

Der Text dieses Chorals, der sich in Deutschland schon 1533
gedruckt findet1, hat verschiedene Weisen erhalten, von denen die
älteste, die für den obigen schwedischen Text verwandt wurde, aus
dem vorreformatorischem geistlichen Volksgesang stammt.2 Sie steht
zuerst in der ausserkirchlichen Liedersammlung von H. Fink:
»Schöne auserlesene Lieder» Nürnberg 1536 als No. 1 mit dem Text:
»Christus ist erstanden». Das Strassburger »Gross Kirchen
Gesangbuch» von 1560 hat dann das Lied in der später üblichen Fassung mit
dem Text: »In dich hab ich gehoffet Herr».

Die schwedische Übersetzung, die nach Liedgren3, schon um.
1600 gedruckt wurde, schliesst sich genau an die deutsche Quelle
an. Die Melodie, die sonst mit zahlreichen Varianten auftritt4,
behält in Schweden eine ziemlich feste Überlieferung. Eine
gemeinsame Wurzel für ihre Redaktion scheinen Kalm. und Mönst.
einerseits und Rappe und G. andrerseits zu haben. (Ridd. gibt fast
notengetreu Strassburg wieder.) Die 1. Zeile erweitern alle (ausser Ridd.)
um zwei bezw. drei Noten, indem sie den Terzschritt e-g mit der
Zwischennote füllen und danach noch die Quinte a (wie Wulpius)
anfügen. Die 1. Note (e) dieser diatonischen Folge punktieren
Rappe und G. In der 2. Zeile schreiben Kalm. und Mönst. an 3.
Stelle statt der Sexte die Quarte, G. die Terz (wie Wulpius). Im 1.
Fall entsteht dadurch der Quartsprung g-c, im anderen die Quinte
f-c (eine unglückliche Variante durch die unmittelbare
Wiederholung des gleichen Intervalls !). In der 3. Zeile notiert Kalm. I nach
dem Quartenauftakt statt der Terz den Quintsprung d-g. Auch die
nächsten drei Noten werden infolgedessen um eine Terz tiefer notiert.
Die Schlussformel erscheint mit einer Punktierung, die Mönst. ebenso

1 Vgl. Zelle S. 66.

2 Vgl. Kümmerle i, S. 674. 3 Vgl. S. 137.

’ Vgl. Tucher: »Schatz des evangelischen Kirchengesanges» II, S. 87.

13—32739. Kyrkohist. Årsskrift 1932.

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