- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioandra årgången, 1932 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche

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f.rich burger

Schein) auf der Tonika statt der (Dur-)Terz. Mönst. schreibt
diatonisch b c b a g und punktiert die i. Note. G. hat den Schluss ohne
die Oberquarte b b agg und punktiert die Obersekunde1:

48. »Van allen minschen aff gewandt»

oder »An allen Menschen gar verzagt»

Schwed.: »Min håg från menniskor hafver jag wandt»
Quellen: Deutsch: Chr. Ad. Nystad 1542, Bl. 32 (Z. 4461).

Schwed.: Kalm. I, fol. 14,5; Mönst., fol. 72; Rappe, fol. 39; Ridd.,
pag. 88; G. 42.

(Dän.: Thorn., fol. 172 b; Jesp., fol. 393.)

Dieses ursprünglich niederdeutsche, sehr wenig verbreitete Lied
von Chr. Ad. Nystad mit dem Text A. Knöpkens’ wurde zuerst in
»Ein schön Geistlich Sångbock», Magdeburg 1542, gedruckt. Einige
spätere Gesangbücher nehmen es auf mit dem veränderten Text:
»An allen Menschen gar verzagt». In Schweden erscheint eine
Übertragung des Textes in Stockholms Ps.B. von 1594. Die Melodie ist
uns hier nur aus Aufzeichnungen des 17. Jahrhunderts überliefert,
zuerst von Kalm. I. Das Nystad’sche Gesangbuch scheint nicht
unmittelbar als Quelle benutzt zu sein, da die auffällige Abweichung der
5. Zeile übereinstimmt mit der Fassung des Bonner G. B. von 1561.
Bemerkenswert ist wieder der durchgeführte 3-Takt in sämtlichen
schwedischen Notierungen.2 Kalm. I, Mönst. und Ridd. schliessen
die 1. Zeile auf der Untersekunde g statt der Tonika a wie die übrigen.
Ebenso beginnen sie die folgende mit dem gleichen Ton g, der auch
von Rappe und G. übernommen wird. Das Schlussmelisma der 2.
Zeile kürzen Kalm., Mönst. und Rappe um eine, G. um zwei Noten,
Ridd. streicht es ganz. Kalm. und Mönst. bringen zu Beginn der 6.
Zeile statt des diatonischen Aufstiegs eine Dreiklangsfolge a-c-e,
wodurch der Spitzenton um eine Stufe erhöht wird. Ridd. bildet
hier den Schluss mit dem Leitton statt der Obersekunde wie die
übrigen. In der letzten Zeile vereinfachen Ridd. und G. die
Schlusswendung durch Streichen einer Durchgangsnote. Ausserdem fällt
bei Kalm. und Mönst. in der 1., 5. und 6. Zeile je eine Zwischennote

1 Über den in der Notenbeilage als 4. Melodie beigefügten Mora-Psalm
vgl. unten S. 252/253.

2 Thom. hat dagegen geraden Takt.

Stockh. Ps.B.
1594-

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