Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche
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deutsche kirchenmelodien in schweden
23 t
wird punktiert geschrieben. Die letzte Zeile beginnt mit der
Unterterz und folgender Unterquarte statt umgekehrt wie in der deutschen
Fassung.
51. »Mensch willst du leben seliglich>
Schwed.: »Menniska will du salig lefva»
(Dän.: »Huo som vil leffue christelig»)
Quellen: Deutsch: Joh. Walter 1524 (Z. 1956).
Schwed.: Ridd., pag. 56.
(Dän.: Thorn., fol. 114.)
Dieser Choral gehört zu den beiden »Zehn-Gebote-Liedern», die
Luther 1524 verfasste.1 Es erscheint mit der Melodie zuerst in
Johann Walters »Geystliche gesangk Buchleyn» 15242 und findet sich
bis Ende des 17. Jahrhunderts in den meisten deutschen
Gesangbüchern. Eine schwedische Übersetzung bringt das Ps.B. von 1601.
Die Melodie wird uns nur von Ridd. überliefert in der vereinfachten
und später allgemein üblichen Fassung der Frankf. Praxis piet.
mel. 1680. In der 3. Zeile schreibt Ridd. wie Vulpius und Schein
die erhöhte Terz gis und streicht die folgende Durchgangsnote. Im
Kyrieleis wird der Anfangston verdoppelt.
52. »Wie schön leuchtet der Morgenstern»
Schwed.: »Så skön lyser then Morgonstjern»
Quellen: Deutsch: Philipp Nicolai, Freudenspiegel 1599 (Z. 8359).
Schwed.: Kalm. I, fol. 153; Kalm. III3; Mönst., fol. 102; Ridd., pag.
119; G. 131.
Dieser berühmte Adventspsalm von Nicolai gedichtet und kom-
1 Vgl. Hoffmann v. Fallersleben: Gesch. d. deutsch. Kirchenliedes,
3. Ausg. 1861, S. 225. — Das 2. Lied »Dies sind die heiligen zehn Gebot» (vgl.
o. No. 16), hat 12 Strophen, dagegen das obige nur 5.
2 Sicherlich handelt es sich hier um eine Originalkomposition Walters,
da die 1. Zeile auch genau übereinstimmt mit seinem Lied »Erbarm dich mein
o Herre Gott» (vgl. No. 5). Wolfrum (S. ioi) hält jedoch die Autorschaft
Luthers für möglich.
3 Vgl. Nodermann II, S. 28, No. 55. — Diese Handschrift war für den
Verfasser leider nicht erreichbar und konnte darum auch in der Notenbeilage
nicht zitiert werden. Nach Dr. Norlind’s gefälliger Mitteilung hat sie als
Quelle für unsre Untersuchungen keine weitere Bedeutung, da sich nur wenige
deutsche Melodien darin befinden.
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