- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioandra årgången, 1932 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche

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deutsche kirchenmelodien in schweden

23 t

Gastritz Sammlung mehrstimmiger Kirchenmusik, worunter sich
auch unser Lied in einem fünfstimmigen Tonsatz befindet. Ob jedoch
Gastritz als Komponist anzusehen ist, kann bis heute nicht mit
Sicherheit bestimmt werden. Faisst1 vermutet eine ältere weltliche
Melodie, die Gastritz nur bearbeitete. In der Form des späteren
Kirchenliedes erscheint sie zuerst als Diskant eines Orgelstückes im
Tabulaturbuch des Bernhard Schmid vom Jahre 1577.2 In den
Gemeindegesang wird der Choral durch Calvisius (Leipzig 1597)
eingeführt.

Die schwedische Übertragung von G. schliesst sich in Wort
und Weise eng an die deutsche Vorlage an. Die Abweichungen
gegenüber der Fassung von B. Schmid finden sich fast durchweg ebenso
bei Crüger. Ausgenommen nur die beiden Schritte gis-e in der 1.
und 2. Zeile (Crüger schreibt jedesmal die Zwischennote) und
sämtliche Punktierungen. Ebenso der durchgeführte kurze Auftakt. Der
der vorletzten Zeile vorangehende Ruf »Herr Jesu Christ» wird von
G. mit einer Fermate abgeschlossen, während Crüger unmittelbar
fortfährt.

74. »Freut euch, ihr Christen alle»
Schwed.: »Begynna wil jag at prisa»

Quellen: Deutsch: Joh. Eccard, Festlieder II, 1644, No. 8 (Z. 5270).

Schwed.: G. 285.

Die älteste Quelle für den deutschen Text ist nach Wackernagel3
das Magdeburger G.B. von 1540. Das Lied erhielt in der Folgezeit
mehrere Melodien, von denen die Fassung, wie sie zuerst Eccard in
seinen Festliedern bringt, wahrscheinlich nach Schweden kam.
Ob das Lied dort jemals in der deutschen Form gesungen wurde,
scheint fraglich. Eine Übersetzung des Textes wird von Rappe,
Ridd. und G. aufgeführt4, jedoch mit einer eigenen Melodie, die in
Deutschland nicht nachweisbar ist. G. hat unter No. 285 eine
Melodie zu einem schwedischen Text6, die starke Ähnlichkeit mit der
Weise Eccards hat, aber auch sicherlich von einer Komposition P.

1 Vgl. den Aufsatz von Dr. 1mm. Faisst i. d. Monatsh. f. Musikgesch.

3 Kümmerle I, S. 583. 3 III, No. 991.

4 »Frögder eder alle i thenna Christenhet».

6 Nach Liedgren (S. 192) handelt es sich hier wahrscheinlich um die

Kontrafaktur eines weltlichen Liedes.

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