Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - IV. Ergebnisse der Vergleiche - 1. Folgerungen für die Entstehungsgeschichte der schwedischen Choralsammlungen - 2. Tabelle über das Vorkommen deutscher (evangelischer) Kirchenmelodien - 3. Zusammenhänge und Unterschiede in der Entwicklung des schwedischen und deutschen Kirchenliedes im 16. u. 17. Jahrhundert
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deutsche kirchenmelodien in schweden
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wanderter norddeutscher Organisten. Zeugnis für diese Entwicklung,
wenn auch nicht in restloser Vollendung, geben die Handschr.
Ridd. und G.
2. Tabelle über das Vorkommen deutscher (lutherischer)
Kirchenmelodien in den schwedischen Choralbüchern und
Handschr. des 16. und 17. Jahrhunderts.
Handschr. Bjuråker (1540) . . 1
Svenska Ps.B. (1572)..........3
Liber officium (1590)..........1
Kyrkohandbok (1614) .... 1
Uppsala Ps.B. (1616)..........1
Jonae Rhezelius (1619) .... 1
Liber cantus (1620) ..........1
Kalm. I (1640) .......48
Einzeldruck (1640)............1
Skara 3 (1645)........ 1
Mönst. (1646)........76
Linköping 227 (1655)..........1
Linköping 227 a (1670) .... i
Rappe (1675)........46
Grevillius (1676)..............4
V.B. 30 (1676)........12
Arrhenius (1689, 1691) .... 4
Ridd. (1694).........59
G. (1697)..........io9
3. Zusammenhänge und Unterschiede in der Entwicklung
des schwedischen und des deutschen Kirchenliedes im 16.
und 17. Jahrhundert.
Wie aus den oben durchgeführten Vergleichen hervorgeht, zeigt
die schwedische Überlieferung der protestantischen Lieder nur wenig
Originalität und bleibt in melodischer, rhythmischer und formaler
Beziehung auch weitherhin abhängig von Deutschland. Nur
zuweilen finden wir Variantenbildungen, die auf volkstümlichem Boden
gewachsen scheinen. Diese fallen dann zumeist zwischen 1670 und
1690.
Verfolgen wir die Zusammenhänge und Verschiedenheiten in
der Tradition der Kirchenmelodien mit Deutschland, so ergibt sich
zunächst eine zeitliche Differenz, dadurch, dass die gleichen
stilistischen Erscheinungen in Schweden 60—80 Jahre später auftreten.
Alle Handschr. und Drucke bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts
tragen noch das Gepräge der frühesten evangelischen Choralbücher:
Einfachheit der Form, knappe Koloratur, möglichst syllabische
Notierung. Die Nähe des gregorianischen Chorals und dessen strenge
Würde ist überall deutlich fühlbar. Das Kirchenlied ist noch nicht
Volkslied geworden.
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