Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - IV. Ergebnisse der Vergleiche - 3. Zusammenhänge und Unterschiede in der Entwicklung des schwedischen und deutschen Kirchenliedes im 16. u. 17. Jahrhundert
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erich burger
bringt eine einschneidende Veränderung durch die Modulation nach
a-moll und den punktierten Rhythmus. In der vorletzten Zeile
fällt die eindrucksvolle Steigerung zur kleinen Septime weg und dafür
tritt die banale Wendung:
statt deutsch
Eine andere Form der Zersingung, die sich in Schweden jedoch
nur in drei Fällen nachweisen hess, bildet die Verknüpfung mehrerer
nicht zusammengehöriger Liedteile. Ein gutes Beispiel bietet No.
41, »Wenn ich d’Wahrheit bekennen soll» von B. Waldis. An Stelle
der 2. Zeile tritt hier die 3. von »Wachet auf ruft uns die Stimme»
(No. 67) mit einer kleinen Variante der Schlussformel:
Der folgende Teil des Liedes erfährt eine völlige Umbildung durch
das zu Grunde gelegte Schema von »Ein feste Burg» (No. 18).
Augenscheinlich hat die Ähnlichkeit der 1. Zeile mit dem Einsatz auf der
Oktave den Anstoss dazu gegeben.
»Ein feste Burg» (Rappe)
»Wenn ich d’Wahrheit» . . . (Rappe)
Die schwerfällige Melodie von B. Waldis hat hierdurch eine
entschiedene Verbesserung erfahren. Die folgende kraftvolle Schluss-
1 Beachte auch wieder den oben (S. 246) erwähnten, typischen
Tanz-schluss.
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