- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Fyrtionde årgången, 1940 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - II. Granskningar och anmälningar - Gustaf Törnvall, Andligt och världsligt regemente hos Luther (Docent Hans Cnattingius) - Joseph Lortz, Die Reformation in Deutschland, I—II (Professor H. v. Campenhausen)

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granskningar och anmälningar

Galaterkommentaren; »An den christlichen Adel» däremot har förf., såvitt
anmälaren kunnat se, icke anfört en enda gång. Förhållandet är rätt
frapperande, eftersom denna senare skrift i den hittillsvarande
diskussionen mer än någon annan stått i centrum (Sohm, Holl). För
corpus-christianum-teorien har den varit både utgångspunkten och det
viktigaste stödet, och det råder intet tvivel om att den ställer frågor, som
Törnvall icke upptagit men som ha stor ehuru måhända övergående
betydelse för Luthers »världs- och samhällsbild».

Hans Cnattingius,
Uppsala.

Joseph Lortz, Die Reformation in Deutschland. I -II. 1939/40.

xvi + 436 S., 5 Tafeln; xii + 332 S., 6 Tafeln. — M. 25: —.

Freiburg i. Br., Herder.

Es gibt Bücher, die man nur wegen ihres Inhalts und dessen
Verarbeitung liest; und es gibt wissenschaftliche Bücher, die darüber hinaus
auch als Erscheinungen und Symptome ihrer Zeit durch die
Persönlichkeit oder den Standort ihres Verfassers interessant und
bedeutsam werden. Zu diesen gehört das neue Werk des Münsterer
katholischen Kirchenhistorikers Joseph Lortz. Zwei stattliche Bände
in der reichen und geschmackvollen Ausstattung, wie wir sie an den
katholischen Neuerscheinungen unserer Zeit gewohnt sind, scheint das
Buch auf den ersten Blick nur wieder eine gemeinverständliche
historische Darstellung der Reformationszeit zu bringen, wonach kaum
ein sonderliches Bedürfnis bestände.1 Aber der Verf. weist diese
Auffassung in seinem »Vorwort» gleich zu Anfang zurück; »Dieses Buch ist
keine Geschichte Deutschlands im Zeitalter der Glaubensspaltung. Es
will das engere Thema der Reformation in Deutschland behandeln» —•
d.h. nur jenes grosse, komplizierte, kirchengeschichtliche Geschehen, das
wesentlich »durch, die religiös-theologischen Anschauungen Luthers und
durch die Kirchenspaltung» bestimmt wird. Und es sei, heisst es, wichtig,
dass sein Verfasser Katholik und Kirchenhistoriker ist: »Es handelt
sich also vor allem um eine theologische Leistung.» Ein solches Buch
war »fällig»; gewiss war in der wissenschaftlichen katholischen Forschung
der Geist eines Denifle oder auch Grisar schon seit geraumer Zeit im
Schwinden; aber es fehlte eine neue, zusammenfassende
Gesamtdarstellung, Deutung und Beurteilung der evangelischen Reformation, vom
katholischen Standpunkt geschrieben, die der Grösse der Sache und
dem heutigen Empfinden entspricht, ein Werk, in dem die einseitig
»’gegenreformatorische’ Sicht und Haltung» energisch überwunden ist.

1 Erst 1938 erschien Johannes Bühlers Rejormalionszeitalter (Deutsche
Geschichte III).

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