Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - II. Meddelanden och aktstycken - Nils Rodén, Resebrev från Adolph Sten till Herrnhut
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RESEBREV FRÅN" ADOLPH STEN TILL HERRNHUT
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furcht) ist er wohl noch nicht geworden. Es ist angenäm zu sehen, wie
wichtich die Sache dess Herrn den Grafen und auch den Camerer ist.
Sie hätten mich gar zu gerne behalten wolln, und auf das ich imer in
dess Grafen Gesellschaft seyn konte, so wolte er mich, zu Carta Sigilata
Ombudsman machen, ich sagte, dass ich meinen Plan in Stockholm
hätte; es konte aber seyn dass der Br. Oern wenigstens eine Zeit lang
dieses vorstelln könte; ich beklagte nur dass Br. Oern ein schlechter
Schreiber ist, das schadt nichts sagte er, wenn er nur seyn Namen
schreiben kan. Kein Bruder sagten sie beyde, könen als Handwerker sich hier
aufhalten, weil die Leute hier herum gar sehr hochmütig seyn.
Den 22. Juli reiste ich von Umeå, und kam den 26. zu die Brr.
Ha-zeliusens leiblicher Bruder, der Pastor in Bergsiö in Hellsinglandt ist.1
Er und sie, sint beide ein par liebe Leute, sie sint herzlich Kindl. und
auch von Herzen klein, und denken geringe von sich; sie haben auch
wohl geartete Kinder so dass man sagen kan, dass es eine schöne Familie
ist. Hier sint auch einige erweckte Leute, die ich zum teil besuchte in
ihre Heuser. Dieses war der letzte Ort den ich auf meine Reise besuchen
wolte, und nach dem ich just eine Woche mich hier aufgehalten, so reiste
ich den 2. Aug. ab und kam den 5. beschämt und auch dankbar hier an;
Beschämt war ich und bins noch, wenn ich bedenke wie der 1. Heyland
auf diese ganze Reise mich so gnädich durch geholfen und an Sei und
Leib bewaret vor allem schaden. Der 1. Hey land, wolle aus Gnaden
machen, dass wenn ich hie und da was versehn habe, doch kein schade
da durch entstehe? Ich habe gedacht, wenn Br. Oern auf freyen Fus
komt; so könte er alle die Örter besuchen, die ich besucht habe; er braucht
aber ein ganzes Jahr dazu.
Etwas muss ich noch von Hellsingfors melden. Einige Meilen um
Hellsingfors sint viele 100 erwechte Leute, die von ein ledigen Schneider
Namens Haxberg2 besucht wirt, dieser Haxberg ist ein begabter Mensch
und ist ligitimirt so wohl bey den Hohen als geringen. Da er hörte dass
ich da war kam er eilent nach der Statt um mich zu sprechen. Wir redeten
ein halben Tag mit ein ander zu beider seitigen Freuden. Er hat wahre
Gnade und steht in ein sünderhaften Conexion mit den Heyland. Ich
habe diesen Menschen als ein Bruder und als ein Diener Gottes in meinen
Herzen respectiert. Wenn er bewaret wirt, dass er nicht zu rechten oder
linken ab kehrt, so wirt er noch vielen Selen zum segen seyn.
Liebster Bruder Gregor! Du wirst mir es doch zu gute halten dass
ich dir ein so weitleuftiger und untheutschen bericht sende; ich schäme
mich darüber, und solte dieses billich rein schreiben, aber den mochte
es zu lange währen biss es vertich wirde. Nun empfehle ich alle diese
1 Se om prosten Pehr Hazelius d. ä., som här åsyftas, V.
Söderberg-H. Olsson-G. Heckscher, Johan August Hazelius, s. 34 ff., och N. Rodén, a.
uppsats, ss. 189, 194 f.
2 Stavas även Axberg, jfr R19F13, 2.
15—43660 Kyrkohist. Årsskrift 1943
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