Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Theodor van Haag S. J., Die apostolische Sukzession in Schweden - 2. Die Hierarchie zur Zeit des Eindringens des lutherischen Amtsbegriffes
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DIF, APOSTOLISCHE SUKZESSION IN SCHWEDEN
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wird die Stellung des Priesters innerhalb der christlichen Gemeinde
näher bestimmt und der Charakter des geistlichen Amtes eindeutig
im lutherischen Sinne festgelegt.39 Bei der Bekämpfung eines
besonderen Priestertums geht Petrus, der im Dialog die Lehre des
Verfassers wiedergibt, von dem Gedanken aus, das Messopfer werde
nicht vom Priester allein »getan», sondern gemeinsam von allen
Gläubigen, und von ihnen gerade so gut wie vom Priester. Denn
der Priester hat keinen besonderen Auftrag für die Eucharistie
bekommen. Die Aufforderung Christi, das Abendmahl zu feiern,
richtet sich an alle Christen. Den Einwurf, der Priester tue doch
tatsächlich mehr als die Gemeinde, er allein weihe und konsekriere,
weist Petrus zurück. Der Priester handelt nicht ohne die Gemeinde.
Die Konsekration des Sakramentes hängt nicht an seiner Person,
sondern an Christi Wort und Einsetzung. Die Worte aber hat der
Priester nicht allein, sondern die Gemeinde mit ihm.40 Die Gemeinde
liest die Einsetzungsworte bei der Messe ebenso wie der Priester,
wenn nicht öffentlich, so im stillen, wenn nicht mit dem Munde,
so doch mit dem Herzen und mit innerer Zustimmung, da sie zu
allem, was der Priester tut, Amen sagt. In einem argumentum ad
hominem verweist Petrus auf die Stelle im Kanon, wo es heisst,
die Gläubigen bringen dieses Lobopfer dar. Daraus schliesst er:
Also opfert der Priester nicht mehr als sie. Wie vorher gesagt,
handelt es sich bei der Messe nicht um ein wirkliches Opfer. Aber wie
können die Priester überhaupt sich allein etwas zuschreiben, was
doch der ganzen Gemeinde zukommt? Wie können sie sich von
der Gemeinde für etwas Geld geben lassen, was doch Sache dieser
selben Gemeinde ist? »Wo bleibt da das besondere Priestertum,
dessen sie sich so sehr rühmen, so dass sie sich damit bisweilen selbst
über die ehrwürdige Mutter unseres Herrn Jesus Christus erheben,
indem sie sagen, diese habe nie die Vollmacht besessen, die ihnen
selbst eigne? Wo bleibt auch die Salbung mit Öl oder die Weihe,
da doch alle Christenmenschen in der Gemeinde konsekrieren und
opfern mit den Priestern ebensowohl wie sie?»41
Das bedeutet nun nicht, dass alle Gläubigen dasselbe tun sollen
wie der Priester. Der Priester ist gewissermassen der Mund und die
38 a. a. O., fol 121v—128.
40 a. a. O., fol I22v.
41 a. a. O., fol I23v.
4 — 44574 Kyrkohist. Årsskrift 1944
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