- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Fyrtiofjärde årgången, 1944 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Theodor van Haag S. J., Die apostolische Sukzession in Schweden - 5. Laurentius Petri auf dem Höhepunkt seiner Wirksamkeit

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DIF, APOSTOLISCHE SUKZESSION IN SCHWEDEN

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Lehre über das Predigtamt enthalte.43 Erasmus Nicolai hielt auf
einer Bistumssynode des gleichen Jahres in Västerås eine Rede über
das Altarssakrament gegen den »irrgläubigen Papisten Herbst».44
Dieser musste auf Wunsch des Königs in Stockholm mit dem streng
lutherischen Linköpingsbischof Martinus Olai über die Autorität der
Schrift und den Primat des Papstes disputieren, wobei Johann III.
die Partei des Bischofs nahm.45

Von dem Streit, der sich an das Auftreten Herbsts anschliesst,
ist nur die Schrift des Erzbischofs erhalten, die sein Schwiegersohn
Abrahamus Andreae Angermannus 1588 in Hamburg drucken liess.
Es ist möglich, dass der landsflüchtige, wegen seiner heftigen
Schreibweise berüchtigte Angermannus den Ton der Schrift verschärft hat.
Inhaltlich kann er keine wesentliche Änderung vorgenommen haben,
da die Grundgedanken von Anfang bis zum Ende die gleichen sind.
Die Schrift geht unter dem Titel »Refutatio erroris Herbesti de
consecratione sacramenti eucharistici». Der Inhalt ist aber besser
gekennzeichnet durch den Titel »Probatio veri et falsi sacerdotii»,
der dem Werk vorgedruckt ist. Es behandelt nämlich unter
Zurückweisung der Einwürfe Herbsts eingehend die Lehre vom
Priester-tum, wobei das Verhältnis vom allgemeinen und besonderen
Prie-stertum im reformatorischen Sinne klargestellt wird.

Einleitend bemerkt Laurentius Petri, dass Herbst die Gewalt der
eucharistischen Konsekration den gesalbten und tonsurierten
Priestern vorbehält.46 »Glaube nicht», so hatte Herbst geschrieben, »ich
ärgere mich darüber, dass du uns ’rasos sacerdotes’ nennst, denn
das sind alle, die (wirklich) Priester sind».47 Gegen das katholische
Priestertum will Laurentius Petri beweisen, dass es in der
christlichen Kirche andere, zahlreichere Priester gibt, die nicht gesalbt
und tonsuriert sind. Er verwirft die Ansicht, dass Salbung und
Tonsur kraft der ordentlichen Sukzession, von der die Katholiken
so überheblich sprechen, dem Geweihten einen character indelebilis
einprägen.48 Für die Feier der Eucharistie sind keine derartigen

43 G. Hallman, The twenne bröder . . ., S. 154.

44 SRA X, 2, S. 447.

45 HH 20, 223.

46 Refutatio erroris Herbesti fol 1.

47 Zit. a. a. O., fol 3.

48 a. a. O., fol 2V.

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