- Project Runeberg -  Mohammed : Sein Leben und sein Glaube /
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(1932) [MARC] Author: Tor Andræ
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - VI. Der Herrsher in Medina

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Raubzüge gegen die Rureishhiten 115

die Handlungsweise des Propheten ganz zu verteidigen. Der Umstand, daß
er Abdallah befahl, keinen seiner Begleiter zu zwingen, zeigt, daß das Vor-
haben auh der arabischen Auffassung widerstrebt haben muß. Leib und
Glieder für die Sache des Islam zu wagen, sah der Prophet sonst als die
unabweisbare Pflicht des Rechtgläubigen an.

Vermutlih wußte Mohammed, daß Abdallah ein Mann war, der eine
angedeutete Weise verstehen würde. Als Abdallah nah Verlauf von zwei
Tagen den Brief las, sagte er: „Wer sih von eu< na< der Krone der
Märtyrer sehnt, der folge mir, wenn ih jezt gehe, um den Befehl von
Allahs Apostel auszuführen. Wer das nit will, möge umkehren.“ Nah
einer solchen Aufforderung konnte niemand nein sagen. Zwei der Ge-
fährten verloren jedoch bei der nähsten Raststätte ihre Kamele und mußten
gehen, um sie zu suchen. Sie hatten ein Mittel gefunden, si< aus dem Spiel
zu ziehen. Im Tale Nala angekommen, fanden Abdallah und seine Ge-
fährten bald die Karawane, mit Rosinen, Leder und anderen Handels-
waren beladen und nur von vier Mann bewacht. Es soll der lezte Tag
im Monat Redjeb gewesen sein, und die sehs berats<lagten und kamen zu
dem Ergebnis, daß, wenn sie den Angriff aufs{<öben, die Karawane vor
dem Ende des Monats das geshüßte Gebiet von Mekka erreihen würde.
Sie schritten also zum Angriff, töteten einen Mann und bemähtigten si
der Karawane.

Als Abdallah und seine Begleiter nah Medina zurü>fehrtien, erregte
ihr Streih großes Aufsehen. Ihre Landsleute tadelten sie streng, die Juden
machten höhnische Witze über den Namen des Getöteten und der Teilnehmer,
und in Meffa erklärte man, daß Mohammed öffentlih den Gottesfrieden
des heiligen Monats gebrochen habe. Das Schlimmste war jedoh, daß der
Prophet sie völlig verleugnete und erklärte, daß er ihnen durhaus niht
befohlen habe, im heiligen Monat zu kämpfen. Er ließ die eroberte Beute
unberührt stehen und weigerte sih, das Fünftel anzunehmen, das seinen
Anteil bilden sollte. Nach einiger Seit aber, wo die Gefühle si<h beruhigen
konnten und die kostbare Last ein erklärlihes Interesse zu erregen begann,
wurde endlich eine Koranoffenbarung darüber herabgesandt. In Medina
beginnt nämlih der Koran, eine Art fortlaufenden Kommentar zu den
Tagesereignissen zu bilden, von den politischen Ereignissen und Einwänden
der Gegner bis zu den kleinen Sfandalgeshihten im Familienleben des
Propheten. Die hierher gehörende Offenbarung ist Sura 2, 214, wo Allah
erklärt: „Sie werden di in betreff des Kriegs im heiligen Monat be-
fragen. Sprich: der Krieg in diesem ist eine s<hwere Sünde, aber andere
vom Pfad Allahs abwenden, ihn verleugnen und den heiligen Tempel ab-

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