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neunmal 24 Stunden starb der, in seinem Wirkungskreise
überaus geschätzte, von seiner Gattin vergötterte Jacob
Fabricius in der Blüthe seines Alters, am letzten Abende
desselben Jahres, in welchem die Hochzeit geschlossen war.
Der Schmerz und der Kummer der jungen Wittwe
war nicht zu beschreiben. Ihre Gefühle kamen in Aufruhr,
ihr Gemüth fing an, sich zu verwirren. Schlaganfälle und
Ohnmachten wechselten miteinander: keine Ruhe stärkte
ihre Kräfte. Sie mußte das Krankenbette besteigen.
Hier legten sich die heftigsten Stärme unter der tröstenden
Ueberzeugung, daß ihre Erlösungsstunde binnen Kürzestem
bevorstehe, da sie dann mit ihrem vorausgegangenen Gatten
» dieselbe Wohnung theilen « werde. Ohne ihn wußte sie
nicht, was das Leben ihr noch sollte. Das Schicksal
beschloß es jedoch anders, denn der Kelch ihrer Leiden
war noch nicht ausgetrunken. Ihre Kräfte begannen
wieder zuzunehmen, und zu des Arztes und ihrer
Umgebung großem Erstaunen verließ sie nach Verlauf von
drei Monaten das Krankenbett.
Sobald ihre Kräfte eine weitere Reise gestatteten,
begab sie sich nach Stockholm zurück. Dort hatte sie die
Befriedigung, daß auch ihre Familie über den Verlust,
den sie erlitten, die innigste Theilnahme empfand.
Allein ihre tiefe Trauer ertrug nicht das Geräusch und
die Zerstreuungen des Lebens in der Hauptstadt. Sie
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Project Runeberg, Sun Jun 21 15:29:32 2026
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