Full resolution (JPEG)
- On this page / på denna sida
- Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread.
/ Denna sida har aldrig korrekturlästs.
— 22—
Erinnerungssang an Hedwig von Nordenflycht,
Gesammelte Gedichte I. S. 273)
„Verstummet blieb der Hirtin Sang im Norden,
Die Laute war zu weich für ihren Schmerz.
Ruf, Frieden, Freunde — Alles ist geopfert worden
Der Flamme, die allein beherrscht ihr Herz.“
Sobald ihr zärtliches Verhältniß zu Fischerström
zerrissen, war auch für sie alles Glück des Lebens
verschwunden, und da sie sein Herz kalt ihr gegenüber
fand, so fand sie auch Alles, was sie sonst umgab,
kalt und ohne Leben. Ihr körperliches Unwohlsein
nahm auch zu, und krank an Leib und Seele, verfiel sie
zum dritten Male den finsteren Mächten des Zweifels,
faßte tiefsten Lebensüberdruß und wünschte »weder an
Menschen zu denken, noch daß Menschen ihrer gedächten.-
Gleichgältig gegen Alles, schien sie nur mit
Sehnsucht des Augenblicks zu warten, welcher das Band lösen
würde, welches sie an die Erde fesselte. Ein ganzes
Jahr mußte sie gleichwohl in diesem beklagenswerthen
Zustande hinbringen. In dieser Zeit schien sie
größtentheils zu schlummern, und war überall abgeneigt sich
mitzutheilen. Gelegentlich hörte man aber doch, wie
sie sich tröstete „»mit des Versöhners Gnade, und daß
das höchste Wesen, welches ja reine Liebe sei, auch sie
mit Barmherzigkeit richten werde.-
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Project Runeberg, Sun Jun 21 15:29:32 2026
(www-data)
(download)
<< Previous
Next >>
https://runeberg.org/nbcdichtun/0044.html